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Beginner planen Konzert zum Jubiläum der Roten Flora

Das Kulturzentrum Rote Flora feiert bald 25-jähriges Bestehen – und zu diesem schönen Anlass will die Hamburger Rap-Kombo „Beginner“ ein Konzert am Schulterblatt geben.

Ein Plan der für ordentlich Zoff sorgen könnte: Die Beginner, also Jan Delay, Denyo und DJ Mad wollen die Party am 29. August steigen lassen. Im sozialen Netzwerk Facebook gibt es bereits über 4000 Zusagen und minütlich werden es mehr.

Bleibt abzuwarten wie Hauseigentümer Klausmartin Kretschmer reagiert. Mit einem ähnlichen Auftritt vor der Roten Flora (Sternschanze) sorgte Fettes Brot vergangenen November für Aufsehen. Kretschmer hatte von der HipHop Gruppe eine Nutzungsgebühr in Höhe von 5000 Euro gefordert, dann im Vorwege ein Hausverbot erteilt.

Fettes Brot traten aber trotzdem auf! Eigentümer Kretschmer und sein Immobilienberater Gert Baer hatten daraufhin Anzeige wegen schweren Hausfriedensbruchs gegen die Hip-Hop-Gruppe gestellt.

Update: Aufgrund der Größenordnung und daraus resultierender Risiken wird das Konzert leider nicht stattfinden! (siehe Facebook-Seite zur Veranstaltung)

Update: Das Konzert der BEGINNER findet nun doch statt, allerdings IN der Roten Flora. Für Alle die es nicht rein schaffen sollten, wird draußen eine Videoleinwand platziert! Die Türen öffnen um 20 Uhr – es gilt FIRST COME, FIRST SERVE!

Die wichtigsten Informationen zum Konzert:

  • Freitag (29.08.2014) ab 20 Uhr.
  • Direkt vor der Roten Flora am Schulterblatt.
  • Als Opener ist SYMBIZ SOUND aus Berlin dabei.
  • Facebook-Seite zur Veranstaltung.
  • Mehr über das ehm. Musiklabel Eimsbush
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Hamburg will die „Rote Flora“ für 1,1 Mio Euro zurück

Der Hamburger Senat will die besetzte „Rote Flora“ vom umstrittenen Immobilien-Investor Klausmartin Kretschmer zurück. Das hat Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag verkündet. Er fügte hinzu: „Das ist das letzte Mal, dass wir Herrn Kretschmer das anbieten.“ Hamburg ist bereit, 1,1 Millionen Euro für das Grundstück im Hamburger Stadtteil Sternschanze zu zahlen.

Auch Bürgermeister Scholz appeliert an dem Eigentümer, in einem Stern-Interview macht er deutlich, dass die Stadt dem Wunsch nach einer Räumung des ehemaligen Theaters nicht nachkommen wird. „Er ist als Kulturinvestor angetreten, um die Rote Flora zu erhalten“, so der Bürgermeister Olaf Scholz.

Zur Erinnerung: Kretschmer hatte das besetzte Kulturzentrum 2001 von der Stadt gekauft, für nur knapp 190.000 €. Nachdem Stadt und Senat nicht bereit waren, das Gebäude für einen hohen Millionenbetrag zurückzukaufen, hatte Kretschmer seinen Plan durchblicken lassen das Gebäude im Stadtteil Sternschanze abzureißen und ein neues Kulturzentrum zu bauen – ein wesentlicher Grund für die Demonstrationen und Krawalle der vergangenen Wochen in Hamburg.

Der Senat hat Immobilien-Investor Kretschmer per Post über seine Pläne informiert, nun hat er Zeit sich bis Anfang Februar zur Sache zu äußern. Sollte sich Kretschmer nicht darauf einlassen, will die Stadt vor Gericht ziehen.

(Quelle: sueddeutsche.de)

 

Wieder Verkaufsgerüchte um die Rote Flora

Neue Verkaufsgrüchte sorgen für Aufregung um die Rote Flora, immer wieder hat Kulturinvestor Klausmartin Kretschmer (54) in den vergangen Jahren für Spekulationen um eine Veräußerung des Gebäudes in der Sternschanze gesorgt. Steht diesmal die Flora vor einem endgültigen Verkauf?

Grund für die Aufregung sorgt das Gerücht, dass Klausmartin Kretschmer das marode Gebäudes an einen Investor zu überschreiben möchte. Die „Floristen“ befürchten, dass der neue Besitzer das ehemalige Theater abreissen lässt um hier neue Wohn- und Büroflächen zu schaffen.

Rote Flora in Schwarz-WeissDiese Befürchtung sind nicht unberechtigt, denn Kretschmer möchte die Rote Flora im Stadtteil Sternschanze schon lange loswerden, in den letzen Jahren gab es immer wieder Verkaufsgerüchte. Diesmal allerdings nehmen die Linksautonomen die Hinweise äußerst ernst und trafen sich am vergangenen Donnerstagabend sogar zur Lagebesprechung.

Das Bezirksamt Altona ist momentan noch mit dem Bebauungsplan für das Gebiet beschäftigt, steht aber kurz vor der Fertigstellung und derzeit handele es sich dabei um ein Sanierungsgebiet. Nach aktuellen Stand plant der Bezirk aber für beide Optionen ein Stadtteilkulturzentrum, ein neuer Investor hätte vermutlich kaum Spielraum.

Sollte es wirklich zur Räumung der Roten Flora kommen drohen Hamburg vermutlich anhaltende Krawalle, denn die Linksautonome Insel genießt nicht nur viele Befürworter in Hamburg, sondern ist mittlerweile ein wichtiger Ort einer europaweit verzweigten Autonomenszene. Die Aktivisten der roten Flora geben sich jetzt schon kämpferisch, seit Donnerstag hängt ein Transparent mit den Worten „Wer das kaufen will, muss Stress mögen“ an der Flora, ein Zitat von CDU Kommunalpolitiker Uwe Szczesny. (Quelle: Hamburger Abendblatt)


Stadtteil Sternschanze – vom Schmuddelort zum Szeneviertel

In den letzten Jahren hat sich der Stadtteil Sternschanze zu einem beliebten Szeneviertel entwickelt. Auch auf Grund der zentralen Lage ist die Schanze für viele eine attraktive Wohngegend.

Das Leben spielt sich vor allem in der Schanzenstraße und am Schulterblatt ab. Hier reiht sich ein Lokal neben dem Anderen – dementsprechend ist auch die Stimmung und der Besucherandrang an Wochenenden und Feiertagen. Viele Partygänger schätzen die besondere Atmosphäre des Stadtteils abseits der Reeperbahn. Der Stadtteil grenzt an St. Pauli, Rotherbaum, Eimsbüttel, Altona-Nord und Altona-Altstadt. Der Name des Stadtteils leitet sich von der 1682 entstandenen Verteidigungsanlage ab, die den gleichen Name trug.

Stadtteil Sternschanze - vom Schmuddelort zum Szeneviertel

Vom Schmuddelort zum Szeneviertel

Früher war die Sternschanze ein heruntergekommenes Altbauviertel und ein Sammelbecken für die Alternativszene, erst in den letzten 10 Jahren hat es sich zu einem angesagten Szene- und Ausgehviertel entwickelt.

Kein anderer Stadtteil bietet heute derartig viele Szene-Bars, Kneipen, Restaurants und ausgefallene Boutiquen. Aber auch für Werbeagenturen, Modedesigner und Filmproduktionsfirmen ist die Sternschanze interessant geworden. Nicht zuletzt wegen seiner alternativen Kultur und dem Multi-Kulti Kosmus. Das ist vielen Anwohnern und Viertel-Sympathisanten allerdings ein Dorn im Auge, durch die Nachfrage finanzkräftiger Mieter steigen die Wohnungsmieten an und das sozial schwächere Bevölkerungsklientel wird verdrängt. Mittlerweile ist das Schanzenviertel bei vielen als überteuertes Yuppie-Sammelbecken in Verruf geraten, das spiegelt sich auch auf vielen Hauswänden in Schrift wieder.

Rote Flora - ein besetzes Haus in der Sternschanze

Die Schanze polarisiert, keine Frage! Aber sie bringt Leute zusammen und erfindet sich stets neu! Wenn man über die Sternschanze schreibt, darf die Rote Flora (ehm. Theatergebäude) nicht unerwähnt bleiben. Mit der „Roten Flora“ hat hier neben der Hafenstraße, das letzte verbliebende Hausbesetzungsprojekt der Stadt Hamburg überdauert.

Spaziergang durch die Sternschanze

Der Schanzenpark und seine Grünflächen ist ein beliebter Naherholungsort: Perfekt zum joggen, spazieren gehen und entspannen. Im Schanzenpark gibt es auch einen Spielplatz für die kleinen Besucher und das „Café SternChance“ lädt zu einem Snack ein, hier finden aber auch Konzerte und Vorlesungen statt. Sehr empfehlenswert ist auch der Antikflohmarkt – einmal die Woche kann bei der Flohschanze rund um die Alte Rinderschlachthalle stöbern. Am Besten gönnt man sich jedoch zuvor ein ausgewogenes Frühstück am Schulterblatt – das kulinarische Angebot ist vielfältig und preisgünstig. Ob nun bei Frank & Frei oder Omas Apotheke: Kaffee satt gibt es hier fast überall.

Das Schanzenviertel ist ein Viertel der Gegensätze und absolut spannend – hier gibt es immer etwas zu entdecken. Am Besten erreicht man die Sternschanze mit der S-Bahn ab Hauptbahnhof, entweder die S21 Richtung Elbgaustraße oder S31 nach Altona. Die Fahrt dauert nur rund 8 Minuten. Spätestens wenn man den großen Schanzenturm sichtet (ehemals größte Wasserturm Europas) hat man den Hamburger Stadtteil gefunden.