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St. Pauli Zoo: Filmprojekt über den Kiez im Wandel

Für was steht der Stadtteil St. Pauli? Vergnügungsmeile, Rotlicht-Viertel, Urbanes Leben, Hamburgs kleines Las Vegas ?! ─ eins ist sicher, der Traditionsstadtteil befindet sich im ständigen Wandel: Heute mehr denn je, nur die Richtung scheint ungewiss. Filmemacher Julian Schöneich und Johannes Neinens zeigen in ihrem Filmprojekt „St. Pauli Zoo – Ein Stadtteil im Wandel“ die Sicht der Anwohner und ermöglichen es Veränderungen auch mal aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.

Gentrifizierung, Straßengewalt, Gefahrengebiete, Esso Häuser: Der Kiez sorgte die letzten Jahre sowohl in Hamburgs Medien als auch überregional für Schlagzeilen.Viel wurde berichtet, doch laut den Machern des Films „St. Pauli Zoo“ wurde dabei die Anwohner-Perspektive häufig außen vorgelassen.

Aus diesem Grund entstand das neue Filmprojekt dass u. A durch Crowdfunding finanziert wurde, eine durchaus kritische Dokumentation bei der die Menschen des Stadtteils St. Pauli im Mittelpunkt stehen. Vom Obdachlosen, über den Kioskbesitzer von gegenüber bis hin zum Kiezpastor Martin Paulekun und dem Präsidenten des FC St.Pauli (Stefan Orth) kommen viele verschiedene Persönlichkeiten zu Wort. Auch Kiezlegende Thomas „Tommy“ Born und Rapper Nate57 sind im Film vertreten.

Vergangenen August durften Mitwirkende, Unterstützende und Presse den Rohschnitt des Films im Nochtspeicher (nahe St. Pauli Fischmarkt) bereits bestaunen. Der Film „St. Pauli Zoo“ erscheint in naher Zukunft (Termin steht noch aus) auf DVD und BluRay ─ kleinere Ausschnitte, Teaser und Trailer lassen sich schon jetzt begutachten.

Update: Am Sonntag, den 22. Februar steigt die Filmpremiere von ST. PAULI ZOO im Grünspan. Der Ticket-Vorverkauf läuft bereits, mehr Informationen auf der Facebook-Seite von St. Pauli Zoo.

Trailer zu “St.Pauli Zoo – Ein Stadtteil im Wandel”

Wer St. Pauli nicht begreift und nur sieht was da stattfindet, für den ist das ein Zoo, den er sich nicht erklären kann!” sagt Wolle, ein Anwohner des Stadtteils im bereits erschienenen Trailer zu „St. Pauli Zoo“. Ebenfalls zusehen sind Kiezlegende Tommy Born, Heinz (alteingesessener Anwohner), der verstorbene Hafenbasar-Besitzer Dr. Gereon Boos und Simone von Kiez Curry.

(Artikel: ahoihamburg.net / Bild durch YouTube „FilmFatal“)

Stadtteil Sternschanze – vom Schmuddelort zum Szeneviertel

In den letzten Jahren hat sich der Stadtteil Sternschanze zu einem beliebten Szeneviertel entwickelt. Auch auf Grund der zentralen Lage ist die Schanze für viele eine attraktive Wohngegend.

Das Leben spielt sich vor allem in der Schanzenstraße und am Schulterblatt ab. Hier reiht sich ein Lokal neben dem Anderen – dementsprechend ist auch die Stimmung und der Besucherandrang an Wochenenden und Feiertagen. Viele Partygänger schätzen die besondere Atmosphäre des Stadtteils abseits der Reeperbahn. Der Stadtteil grenzt an St. Pauli, Rotherbaum, Eimsbüttel, Altona-Nord und Altona-Altstadt. Der Name des Stadtteils leitet sich von der 1682 entstandenen Verteidigungsanlage ab, die den gleichen Name trug.

Stadtteil Sternschanze - vom Schmuddelort zum Szeneviertel

Vom Schmuddelort zum Szeneviertel

Früher war die Sternschanze ein heruntergekommenes Altbauviertel und ein Sammelbecken für die Alternativszene, erst in den letzten 10 Jahren hat es sich zu einem angesagten Szene- und Ausgehviertel entwickelt.

Kein anderer Stadtteil bietet heute derartig viele Szene-Bars, Kneipen, Restaurants und ausgefallene Boutiquen. Aber auch für Werbeagenturen, Modedesigner und Filmproduktionsfirmen ist die Sternschanze interessant geworden. Nicht zuletzt wegen seiner alternativen Kultur und dem Multi-Kulti Kosmus. Das ist vielen Anwohnern und Viertel-Sympathisanten allerdings ein Dorn im Auge, durch die Nachfrage finanzkräftiger Mieter steigen die Wohnungsmieten an und das sozial schwächere Bevölkerungsklientel wird verdrängt. Mittlerweile ist das Schanzenviertel bei vielen als überteuertes Yuppie-Sammelbecken in Verruf geraten, das spiegelt sich auch auf vielen Hauswänden in Schrift wieder.

Rote Flora - ein besetzes Haus in der Sternschanze

Die Schanze polarisiert, keine Frage! Aber sie bringt Leute zusammen und erfindet sich stets neu! Wenn man über die Sternschanze schreibt, darf die Rote Flora (ehm. Theatergebäude) nicht unerwähnt bleiben. Mit der „Roten Flora“ hat hier neben der Hafenstraße, das letzte verbliebende Hausbesetzungsprojekt der Stadt Hamburg überdauert.

Spaziergang durch die Sternschanze

Der Schanzenpark und seine Grünflächen ist ein beliebter Naherholungsort: Perfekt zum joggen, spazieren gehen und entspannen. Im Schanzenpark gibt es auch einen Spielplatz für die kleinen Besucher und das „Café SternChance“ lädt zu einem Snack ein, hier finden aber auch Konzerte und Vorlesungen statt. Sehr empfehlenswert ist auch der Antikflohmarkt – einmal die Woche kann bei der Flohschanze rund um die Alte Rinderschlachthalle stöbern. Am Besten gönnt man sich jedoch zuvor ein ausgewogenes Frühstück am Schulterblatt – das kulinarische Angebot ist vielfältig und preisgünstig. Ob nun bei Frank & Frei oder Omas Apotheke: Kaffee satt gibt es hier fast überall.

Das Schanzenviertel ist ein Viertel der Gegensätze und absolut spannend – hier gibt es immer etwas zu entdecken. Am Besten erreicht man die Sternschanze mit der S-Bahn ab Hauptbahnhof, entweder die S21 Richtung Elbgaustraße oder S31 nach Altona. Die Fahrt dauert nur rund 8 Minuten. Spätestens wenn man den großen Schanzenturm sichtet (ehemals größte Wasserturm Europas) hat man den Hamburger Stadtteil gefunden.

Ottensen – der quicklebendige Stadtteil im Bezirk Altona

In Ottensen leben circa 32.000 Menschen und trotz der hohen Einwohnerdichte besitzt der Stadtteil viele Grünflächen. Ottensen ist besonders attraktiv weil es so zentral liegt, der Stadtteil ist umgeben Othmarschen, Bahrenfeld und Altona.

Das erste mal urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1310 stammt, damals trug das Viertel noch den Namen Ottenhusen. Gerüchten zufolge stammt der Name Ottensen von dem Ritter „Otto von Bahren“ und Ottenhusen war die Bezeichnung für den Ort an dem sein Hof lag: „Wo Otto huste“ (bzw. hauste).

Flair von Ottensen (ehm. Ottenhusen) in Hamburg

Der besondere Flair von Ottensen

Ottensen hat viel zu bieten, das besondere Flair, die vielen Ausgehmöglichkeiten und die unmittelbare Nähe zur Elbe machen Ottensen besonders. So zieht der Hamburger Stadtteil auch prominente Menschen als Wohnort an, u.a. Fatih Akin, Peter Lohmeyer oder Jan Delay.

Es gibt viele kleine Läden, Restaurants, Szenebars und Kneipen die teilweise bis in die frühen Morgenstunden geöffnet haben. Für die typischen Gastronomie im Stadtteil steht beispielsweise „Der Seeteufel“ (eine urige Seemannskneipe) oder „Zur Traube“ (eine urige Weinstube und Restaurant). Hier sollte man unbedingt man vorbeischauen wenn zu Gast im Hamburger Stadtteil ist. Der Elbstrand in Oevelgönne und die Parkanlagen drumherum bietet eine ideale Möglichkeit zum entspannen und relaxen! Hier im Bild der Stuhlmannbrunnen und die Grünanlage unweit des Altonaer Rathaus. Der Altonaer Balkon, von dem sich der Hafen ganz wundervoll beobachten lässt, ist somit auch gleich um die Ecke.

Stuhlmannbrunnen unweit vom Altonaer Rathaus

Märkte, Musikveranstaltungen und Museen

Ottensen hat auch kulturell einies auf Lager: Märkte, Musikveranstaltungen, Lesungen, Filmforführungen und vieles mehr. Abgerundet wird das Ganze durch das Altonaer Museum und das Altonaer Theater ganz in der Nähe. Den schönen Stadtteil Ottensen erreicht man am Besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, denn Parkplätze sind hier Mangelware. Das verwinkelte Straßennetz kann Autofahrer hier schon mal schnell zur Verzweiflung treiben. Ab Hauptbahnhof nutzt man am Besten die S3 oder S31 nach Altona, von dort aus ist es nur noch ein kleiner Spaziergang.

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Hamburger Abendblatt: Ottensen – zwischen Idyll und industriellem Aufstieg