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Älteste akrobatische Salsa-Tänzerin erobert das St. Pauli Theater

Am Mittwoch konnte sich das St. Pauli Theater am Spielbudenplatz über einen ganz besonderen Gast freuen: Paddy Jones, mit 80 Jahren die älteste akrobatische Salsa-Tänzerin der Welt, war zu Besuch bei „Lady Salsa“ und hat sich von der Show begeistern lassen!

Die Kubanische Tanzshow „Lady Salsa“ im St. Pauli Theater erfreut sich seit seiner Premiere vergangenen Mai größter Beliebtheit ─ am Mittwoch konnte sich das Theater über hohen Besuch freuen. Paddy Jones, 80 Jahre und die älteste akrobatische Salsa-Tänzerin wollte sich selbst einen Eindruck von der erfolgreichen kubanischen Tanzshow verschaffen„Die Begegnung Backstage mit den Tänzerinnen, Tänzern und Musikern war sehr inspirierend und das Interesse dieser außergewöhnlichen Dame an „Lady Salsa“ war schon eine große Ehre für uns“, so berichtet das St. Pauli Theater vom Besuch der alten Dame.

Es kommt noch besser …

Gestern schon war Paddy Jones als Special Guest live auf der Bühne zu bewundern und auch heute Abend wird die Tänzerin mit ihren atemberaubenden Tanzfiguren das Publikum mitreißen. Das St. Pauli Theater und seine Besucher dürfen sich über einen weiteren, wundervollen Abend mit dieser grandiosen Salsa-Ikone freuen!

Der heiße Kuba-Export „Lady Salsa“ ist noch bis zum 12. Juli im St. Pauli Theater zu bewundern.
>> Tickets unter www.st-pauli-theater.de und allen bekannten Vorverkaufsstellen

(Artikelbild vom St. Pauli Theater)

St. Pauli Zoo: Filmprojekt über den Kiez im Wandel

Für was steht der Stadtteil St. Pauli? Vergnügungsmeile, Rotlicht-Viertel, Urbanes Leben, Hamburgs kleines Las Vegas ?! ─ eins ist sicher, der Traditionsstadtteil befindet sich im ständigen Wandel: Heute mehr denn je, nur die Richtung scheint ungewiss. Filmemacher Julian Schöneich und Johannes Neinens zeigen in ihrem Filmprojekt „St. Pauli Zoo – Ein Stadtteil im Wandel“ die Sicht der Anwohner und ermöglichen es Veränderungen auch mal aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.

Gentrifizierung, Straßengewalt, Gefahrengebiete, Esso Häuser: Der Kiez sorgte die letzten Jahre sowohl in Hamburgs Medien als auch überregional für Schlagzeilen.Viel wurde berichtet, doch laut den Machern des Films „St. Pauli Zoo“ wurde dabei die Anwohner-Perspektive häufig außen vorgelassen.

Aus diesem Grund entstand das neue Filmprojekt dass u. A durch Crowdfunding finanziert wurde, eine durchaus kritische Dokumentation bei der die Menschen des Stadtteils St. Pauli im Mittelpunkt stehen. Vom Obdachlosen, über den Kioskbesitzer von gegenüber bis hin zum Kiezpastor Martin Paulekun und dem Präsidenten des FC St.Pauli (Stefan Orth) kommen viele verschiedene Persönlichkeiten zu Wort. Auch Kiezlegende Thomas „Tommy“ Born und Rapper Nate57 sind im Film vertreten.

Vergangenen August durften Mitwirkende, Unterstützende und Presse den Rohschnitt des Films im Nochtspeicher (nahe St. Pauli Fischmarkt) bereits bestaunen. Der Film „St. Pauli Zoo“ erscheint in naher Zukunft (Termin steht noch aus) auf DVD und BluRay ─ kleinere Ausschnitte, Teaser und Trailer lassen sich schon jetzt begutachten.

Update: Am Sonntag, den 22. Februar steigt die Filmpremiere von ST. PAULI ZOO im Grünspan. Der Ticket-Vorverkauf läuft bereits, mehr Informationen auf der Facebook-Seite von St. Pauli Zoo.

Trailer zu “St.Pauli Zoo – Ein Stadtteil im Wandel”

Wer St. Pauli nicht begreift und nur sieht was da stattfindet, für den ist das ein Zoo, den er sich nicht erklären kann!” sagt Wolle, ein Anwohner des Stadtteils im bereits erschienenen Trailer zu „St. Pauli Zoo“. Ebenfalls zusehen sind Kiezlegende Tommy Born, Heinz (alteingesessener Anwohner), der verstorbene Hafenbasar-Besitzer Dr. Gereon Boos und Simone von Kiez Curry.

(Artikel: ahoihamburg.net / Bild durch YouTube „FilmFatal“)

Esso-Tankstelle Reeperbahn: Ende einer Legende

Die Lage, die Kunden aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und der Service haben die Tankstelle auf St.Pauli weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht. Doch nun muss die Legende ihren Platz räumen: Grund ist das Drama um die maroden und vom Einsturz bedrohten Esso-Häuser.

Es gab wohl kaum einen Ort, an dem so viele unterschiedliche Menschen aufeinandertrafen, weshalb man die Tankstelle auch „Marktplatz von St. Pauli“ oder „Kiez-Kult-Tanke“ nannte. Für die Anwohner war sie tagsüber Nahversorger und Treffpunt zum klönen, für die Nachtschwärmer Start und Endpunkt einer Kiez-Tour und für Autofahrer eine Tankstelle mit jeder Menge Service ─ 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr. Grund genug das zahlreiche Fernsehsender Reportagen vom Alltag der Kult-Tanke drehten, zuletzt Spiegel TV mit dem Titel „Mehr Sprit für St. Pauli„.

Kiez-Tanke muss den Platz räumen

Für viele gehörte zum St. Pauli-Besuch ein Abstecher bei der Esso-Tankestelle an der Taubenstraße einfach dazu, nun ist die Tankstelle für immer dicht! Auch andere etablierte Läden mussten ihre Türen wegen den Einsturz bedrohten Esso-Häuser schließen, wie beispielweise der Western-Laden „Hundertmark“. Das Geschäft gehörte fest zum Spielbudenplatz, doch nun musste die 50-jährige Erfolgsgeschichte auf St. Pauli ein jähes Ende erfahren.

Esso Tankstelle auf St. Pauli in Einsturzgefahr

Das Molotow, der Kult-Kellerclub am Spielbudenplatz, steht ebenfalls vor dem endgültigen Aus. Viele Künstler die heute große Bühnen rocken haben hier ganz klein angefangen: Billy Talent, Mando Diao oder die Sportfreunde Stiller um nur einige zu nennen. Jetzt muss die Kiez-Institution „Molotow“ schließen, einziger Hoffnungsschimmer wäre ein Ausweichquartier, doch die Suche gestaltet sich bislang schwierig.

TV-Reportage über die Esso-Tankstelle auf St. Pauli

Wie schon zu Beginn dieses Artikels erwähnt, gibt es zahlreiche TV-Reportagen die sich der Kiez-Tankstelle widmen – hier wohl der bekannteste Fernsehbeitrag „Mehr Sprit für St. Pauli“ von Spiegel TV.

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Der Fall Böse – Hiphop und Rock aus Sankt Pauli

Der Fall Böse ist Hip Hop und Rock vereint in einer Band, mitten aus dem Hamburger Stadtteil St.Pauli. Die rauchige Stimme des Lead-Sängers Burns, herb-humorvolle Texte und ein Funken Blues machen diese Band so unverkennbar.

Der Name der Hamburger Band geht auf den 1996 gedrehten Film „Der Fall Böse“ mit Privatdetektiv Joachim Böse zurück. Der Film wurde von der damals noch unbenannten siebenköpfigen Band vertont. Der Fall Böse sind heute: Burns, Faust, Lesley Farfisa, Örbi , Svendrix, Joe Haynes und Jorge Don Aldo.

Quer durch Europa mit Der Fall Böse

Die sieben Jungs veröffentlichen bislang 5 Studio-Alben und absolvierten ca. 500 Live-Auftritte in vielen europäischen Ländern. Unsere Aufmerksamkeit gewann die Band durch das glorreiche Album „Treibstoff“, energiegeladene Sounds und kreative Texte überzeugten ganz einfach – so sehr, dass wir uns live in der Lola Bergedorf selbst einen Eindruck davon machen mussten. Was die Band auf der Bühne zeigt ist derartig facettenreich und energiegeladen, dass kein Publikum der Welt auf dem Teppich bleiben kann.

Das aktuelle Album „Die ganze Nacht“ erschien 2012 über Rodrec, die 14 neuen Songs sind allesamt in einigen langen und feuchten Nächten live eingespielt worden. Dieses Mal auch unter den wachsamen Augen von Produzent Torsten Otto (der auch schon für Bands wie Beatsteaks & Tomte als Engineer tätig war) und einer uralten, analogen Bandmaschine, die mitunter lauter war als die Band selbst, wenn sie auch mal funktionierte.

Facettenreiche Sounds aus Hamburg

Wer auf deutschsprachige Texte und facettenreiche Sounds mit einem Funken Blues steht, sollte sich umgehend ein Album von Der Fall Böse zulegen oder einfach live besuchen ─ darüber freuen sich die Jungs bestimmt am meisten!

➤ Hier weitere Musik aus Hamburg entdecken.

Der Fall Böse – Über der Stadt (Musikvideo)

St. Pauli – Hamburgs wohl berühmtester Stadtteil

St. Pauli ist berühmt und berüchtigt! Zum einen natürlich durch die sündige Meile (Reeperbahn), aber natürlich auch durch den Kultfussballverein Fc St.Pauli. Der Stadtteil erfreut sich aber auch auf Grund seiner Vielfalt und guten Infrastruktur großer Beliebtheit.

Obwohl Sankt Pauli ein wichtiges Wohnviertel in Hamburg ist, kennen viele den Stadtteil vor allem durch sein Vergnügungsviertel in dem die Gastronomie keine Sperrstunde kennt. Das ist aber nur ein kleiner Teil von St. Pauli. Um genau zu sein, wir hier von der Reeperbahn, Spielbudenplatz und weitere Parallel- und Seitenstraßen wie die Herbertstraße, Große Freiheit oder Hamburger Berg gesprochen. Auf St. Pauli gibt es aber auch viele kleine bürgerliche Wohnstraßen. Lange war das Stadtviertel bei Studenten und Künstlern wegen der günstigen Mieten beliebt. So treffen noch heute auf St. Pauli die unterschiedlichsten sozialen Schichten aufeinander – genau das macht den Kiez für viele so reizvoll.

St. Pauli und die Reeperbahn

Reeperbahn im Hamburger Stadtteil St. Pauli

Sündiger Stadtteil direkt am Hafen

Die Gegend ist geprägt von vielen kleinen, meist renovierungsbedürftigen Altbauwohnungen und Backsteinhäusern. Hier wohnen auch viele junge Menschen, die mitten im Trubel leben möchten oder eine Vorliebe für das Unkonventionelle besitzen. Nicht nur die Reeperbahn und der Spielbudenplatz hat viel zu bieten, auch der Hafen lockt mit den Landungsbrücken in unmittelbarer Nähe. Meist besonders interessant für Touristen: Der alte Elbtunnel, die Rickmer Rickmers (ein Museumschiff) oder die Cap San Diego.

Landungsbrücken am Hafen nahe St. Pauli

Einmal wöchentlich verwandelt sich der Spielbudenplatz zum Wochenmarkt der etwas anderen Art. Natürlich gibt es hier (wie auf einem Wochenmarkt üblich) Obst, Gemüse und andere Lebensmittel, aber eben auch Streetfood und Live-Musik. Und statt Morgens findet dieser Wochenmarkt Abends statt – also perfekt für den Feierabendeinkauf oder Afterwork. Hier mehr über den St. Pauli Nachtmarkt erfahren.

Zuhause mitten in der Stadt

Der Stadtteil St.Pauli liegt sehr zentral. In nur wenigen Minuten ist man mit der U-Bahn in der Hamburger Innenstadt. Der Stadtteil grenzt westlich an die Neustadt und reicht entlang der Elbe bis nach Altona-Altstadt. Im Norden grenzt St. Pauli mit seinem Karolinenviertel an die Stadtteile Rotherbaum und Sternschanze.

Geschichtliches über St. Pauli

Nach dem zweiten Weltkrieg waren große Teile St. Pauli’s durch Brandbomben zerstört. In den 50er und 60er Jahren fand der Stadtteil und sein Vergnügungsviertel zur alten Beliebtheit zurück. Im Star Club St. Pauli traten früher internationale Musikbands und Interpreten auf – hier wurden die Beatles groß. Der Stadtteil kennt aber nicht nur Höhen. In den 70er Jahren kam es zu einem deutlichen Niedergang von St. Pauli. Erst durch Initiativen und die Eröffnung des Muscials Cats im Operettenhaus und der Eröffnung des Schmidt Theaters begann der Wiederaufstieg. Sehr beliebt ist auch das altehrwürdige St. Pauli Theater.

Übrigens: Das bekannteste Bier der Stadt Astra wurde bis vor kurzem auch noch auf St. Pauli gebraut. Die Bavaria St.Pauli-Brauerei Astra wurde aber 1998 an den großen Konkurrenten Holsten verkauft. 2004 wurde die ansässige Astra Brauerei abgerissen und durch Wohnanlagen und  Hochhäusern ersetzt.

Karte vom Stadtteil St. Pauli via Google Maps

► Weitere Hamburger Stadtteile und Bezirke hier.