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Farbanschläge auf S-Bahnen beschäftigt Bundespolizei

Die vergangenen Tage gab es zahlreiche Farbanschläge auf Hamburger S-Bahnen: Nun hat sich auch die Bundespolizei der Sache angenommen und ermittelt wegen Sachbeschädigung.

Wie die Bundespolizei heute bestätigte, sind seit dem 6. Oktober zahlreiche S-Bahn-Wagons von unbekannten Tätern mit Lackfarbe, Öl und Teer beschmiert worden. Besonders traf es die Linien zwischen den Stadtteilen Blankenese und Altona (S1) sowie nach Bergedorf (S2).

Hamburger S-Bahn beschmiert mit "Oz" Tags

Hamburger S-Bahn beschmiert mit „Oz“ Tags

Ersten Angaben zufolge warfen die Täter die Farbe aus Beuteln und Kanistern von S-Bahn-Brücken auf die vorbeifahrenden Züge. Fast ein dutzend Züge wurden auf diese Weise binnen 4 Tagen beschmiert. Die Reinigung ist äußerst aufwendig und wird noch rund eine Woche in Anspruch nehmen – vorausgesetzt der Vandalismus geht nicht in eine neue Runde. Einem NDR-Bericht zufolge beträgt der entstandene Schaden schon jetzt über 100.000 Euro.

In Gedenken an den verstorbenen Sprayer „Oz“

In diversen Hamburger Medien wird spekuliert, ob die Anschläge mit dem Unfalltod des Hamburger Sprayers „Oz“ in Verbindung stehen. Dessen deutschlandweit bekanntes Kürzel wurde nach seinem tragischen Tod, ebenfalls tausendfach an Züge und Bahnhofswände gesprayt.

Quelle: Via NDR
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Bahn-Streik: Ab 21 Uhr stehen Hamburgs Bahnen still

Bundesweiter Bahnstreik ─ ja, schon wieder! Die Lokführergewerkschaft (GDL) will am heutigen Dienstagabend den Zugverkehr in Deutschland für 9 Stunden lahmlegen. Betroffen sind sowohl die Fern- und Regionalzüge als auch Güterzüge und S-Bahnen.

Die GDL ruft ihre Mitglieder im Tarifstreit mit der Bahn zu einem bundesweiten Streik von Dienstagabend um 21 Uhr bis Mittwochmorgen um 6 Uhr auf. Zum Streik aufgerufen sind nicht nur die Lokomotivführer und Zugbegleiter, sondern wirklich alle GDL Mitglieder: Also auch beispielsweise die Bordgastronomen, Instruktoren, Trainer und Disponenten in allen Eisenbahnverkehrsunternehmen der Deutschen Bahn. Es geht wieder um mehr Geld, weniger Arbeitszeit und vor allem weniger Belastung ─ wieder sind die Leidtragenden die Bahnkunden.

Kurz gesagt: Ab 21 Uhr werden fast alle Hamburger Bahnen stillstehen und voraussichtlich werden wieder zehntausende Pendler und Fernreisende in ganz Deutschland von dem Ausstand betroffen sein. In wie weit Ersatz- Busse und Taxis eingesetzt werden bleibt abzuwarten.

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Polizei jagt Graffiti-Sprüher „DSF“, „TESE“ und „RAGE“

Das Sprayer-Tag „DSF“ ist im Hamburger Stadtbild seit einigen Jahren sehr präsent. Besonders aber in letzten Monaten scheinen die Sprüher ihr Kürzel noch konsequenter verbreiten zu wollen, denn gefühlt taucht das Tag jetzt doppelt so oft auf als früher. Nun ist auch die Hamburger Polizei, speziell die „Soko Graffiti“ sehr interessiert an der Gruppe und auf der Jagd.

Viele denken bei „DSF“ wohl an den ehemaligen Sportsender im FreeTV, laut Polizeisprecher Andreas Schöpflin handelt es sich um einen Gruppenschriftzug mit der Bedeutung ,Deutsche Sprayer Fraktion‘. Neben dem Tag „oz“ (das steht für Olli) ist DSF wohl das bekannteste Graffiti-Tag der Stadt Hamburg. Ob nun Stromkästen, Lärmschutzwände, Hausfassaden oder aktuell die  Treppenstufen zur Michel-Wiese, kaum noch eine Straße in der das Sprayer-Tag nicht vertreten ist.

Graffiti "RAGE" auf Hamburger S-Bahn WaggonEbenfalls im Fokus der Soko Graffiti sind die Tags „TESE“ und „RAGE“. Wer häufig die S-Bahn nutzt, sollte „RAGE“ kennen: Mit dem Namen werden besonders gerne Wholecars, also einzelne Bahnwaggons verziert.

Generell gilt es zu unterscheiden: Manche Sprüher möchten Ruhm in der Szene erlangen, in dem ihr Tag (Zeichen) möglichst weit verbreitet ist ─ sozusagen Masse statt Klasse, reine Schmierereien! Andere scheinen eher durch Qualität und interessante Spots überzeugen zu wollen. Es ist anzunehmen das „RAGE“ ebenfalls der DSF-Crew zuzuordnen ist. Laut Polizeisprecher Schöpflin sind „,TESE‘ und ,RAGE‘ Einzelpersonen, die auch häufig gemeinsam auftauchen. Ihre Identität konnte aber noch nicht ermittelt werden“, so der Polizeisprecher. Die Beamten der Soko „Graffiti“ mit ihrem Chef Jürgen Bramsiepe sind bei der Jagd auf die Sprayer auf Tipps, Hinweise und Anzeigen angewiesen.