Schmalzkuchen wie vom Hamburger DOM

Fluffig weiche Schmalzkuchen mit viel Puderzucker (manche nennen sie auch Mutzen) wie vom Rummel, Kirmes oder Weihnachtsmarkt – wir zeigen wie es zuhause gelingt!

Schmalzgebäck wie von der Kirmes, wer mag das nicht? Der Hamburger Dom ist das älteste Volksfest in Hamburg. Eine seiner Spezialitäten an den vielen Buden sind leckere kleine Schmalzkuchen. Sie sind aus Hefeteig hergestellt und werden in Rauten geschnitten. Dann werden sie in reichlich Fett ausgebackenen. Früher nahm man reines Schmalz dazu, daher kommt der Name. Heute wird meistens Pflanzenfett verwendet. Man nennt sie daher auch Siedegebäck oder Fettgebäck. Das tut dem Geschmack aber keinen Abbruch. Bekannte Gebäcke wie Mutzenmandeln sind ähnlich, aber sie werden aus Mürbeteig hergestellt. Am ähnlichsten sind sie zu Berlinern oder Krapfen, aber eben ganz klein und luftig, was ihnen einen anderen Geschmack gibt.

Wer nicht die Gelegenheit hat zum Dom zu gehen, oder wem es dreimal jährlich nicht genügt, das leckere Hamburger Schmalzgebäck zu essen, für den ist dieses nachfolgende Schmalzkuchen Rezept bestens geeignet. Es erklärt auch Nicht-Hamburgern, wie original Hamburger Schmalzkuchen z. B. in Bayern ganz einfach hergestellt werden können. Schmalzkuchen sind ein bisschen wie ein Besuch auf der Kirmes und daher immer und überall ein Erlebnis.

Schmalzkuchen: Zutaten und Rezept

✖ 500 g Mehl ✖ 28 g Hefe ✖200ml Milch ✖ 100 g Zucker
✖ 100g Schweineschmalz ✖ 2 Eier ✖ Prise Salz ✖ Puderzucker

⇒ Das Mehl in eine Schüssel geben und eine kleine Mulde hineindrücken. Dann die Hefe (meist in 7g Packungen) und etwas Zucker hinzugeben. Danach mit Milch verrühren. Zugedeckt ca. 10 Min. ruhen lassen. Nach der Zeit folgen die restlichen Zutaten: Die Restliche Milch, ein bisschen Salz, Schmalz, Eier und Zitronenschale. Dann heißt es kräftig kneten, bis man eine Masse erzeugt die sich vom Schüsselrand löst. Bei Bedarf noch etwas Mehl zu diesem Prozess hinzufügen. Dann abermals 10 Minuten ruhen lassen.

⇒ Dann sollte sich der Teig ausrollen und in Streifen schneiden lassen. Die kleinen Schmalzkuchen in 1-2 cm lange Stücke teilen. Dann vorsichtig in die erhitzte Friteuse einlegen und warten bis die Teigstücke zu hellbraunen Schmalzkuchen werden. Im Anschluss über einem Küchentuch das Fett abtropfen lassen, Puderzucker hinzugeben. Fertig ist der Hamburger Schmalzkuchen! Für vegane Schmalzkuchen empfiehlt es sich 200 ml Soja Vanille Drink zu verwenden!

Grog – das stilechte Heißgetränk zur kalten Jahreszeit

Grog ist ein alkoholisches Heißgetränk das besonders in Hamburg weit verbreitet war ─ Hauptbestandteile sind Rum und heißes Wasser.

Ein alter Schnack besagt: “ Rum muss, Zucker darf, Wasser kann„. Der alte Spruch beschreibt die nötigsten Zutaten einen stilechten Hamburger Grog zu mixen! Einfach ein hitzebeständiges Glas mit kochendem Wasser füllen, dann 1 – 2 Stücke Würfelzucker hinzugeben und anschließend mit 4 cl Rum füllen ─ schon hat man einen stilechten Hamburger Grog!

Rezept und Zutaten

Damit bei der Zubereitung eines Hamburger Grog nichts daneben geht, hier nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

  • Wasser – 180 ml
  • Rum – 4 cl
  • Zucker – 2 TL

Besonders lecker ist so ein Grog, wenn an der Elbe mal wieder eine steife Brise weht und Regenwetter herrscht! Im Übrigen empfiehlt es sich den Grog sofort zu servieren damit das Aroma möglichst lang erhalten bleibt. Wer keinen Rum mag, der kann alternativ auch Weinbrand, Whiskey oder auch Arrak für den Grog verwenden ─ wahre Gourmets und Kenner ersetzen den Zucker durch einen Esslöffel Honig. Aber es gibt noch zahlreiche weitere Grog-Variationen wie der Eier- oder Milchgrog.

Der Eiergrog ist besonders auf den Nordfriesischen Inseln und Helgoland vertreten. Zu seiner Zubereitung wird neben kochendem Wasser, Rum und Zucker auch Eigelb benutzt das in der Flüssigkeit verquirlt.

Die Entstehung des Grog

Wer den Grog erfunden hat ist bis heute unklar und die Entstehungsgeschichte umstritten. Angeblich stammt der Name „Grog“ aus dem Jahr 1740 und ist auf einen Admiral namens Edward Vernon zurückzuführen. Auf langen Schiffsreisen verordnete er einer Mannschaft Zuckerrohrschnaps mit heißem Wasser und Zitronensaft ─ als Medizin gegen Skorbut. Früher war der Grog in nahezu jeder typischen Hamburger Kneipe vertreten, mittlerweile ist das Getränk ein wenig in Vergessenheit geraten.

Ebenfalls interessant: Wenn man zu viel Grog getrunken hat, dann wurde man als groggy bezeichnet. Dieser Begriff wird bis heute noch häufig verwendet ─ selbst in der Boxersprache ist es noch vertreten und steht als Synonym für angeschlagen und taumelnd.