Altgold verkaufen – worauf muss geachtet werden?

Gold gilt als ein Vermögenswert, der auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten vergleichsweise stabil ist und voraussichtlich nie stark an Wert verlieren wird. Das gilt auch für verarbeitetes Gold in Form von Schmuck, Münzen oder Zahnfüllungen. Um beim Verkauf solchen Altgolds maximalen Gewinn zu erzielen, sollte man wissen, wonach sich der Goldankaufpreis richtet und wie man beim Verkauf alles richtig macht.

Wie wird der Goldpreis berechnet?

Zunächst muss der Wert des Goldkonvoluts ermittelt werden. Hierbei spielen zwei Faktoren eine Rolle: das Gewicht und der sogenannte Feingehalt. Um den Goldankaufpreis zu ermitteln, wird der Schmuck gewogen und dann der Feingoldgehalt berechnet. Schmuck ist üblicherweise gestempelt. Gängige Stempelwerte sind bei Gold 333, 585, 750 und 999. Diese Zahlen geben Auskunft über den Feingehalt des Goldstückes. Die Anschaffung einer geeichten Feingewichtwaage kostet nur um zehn bis fünfzehn Euro. Zum Wiegen sollte man sein Gold unbedingt nach den Feinteilen trennen. Anhand der Wiegeergebnisse kann man dann ermitteln, wie viel man für das Gold bekommen kann und dann anhand des Goldankaufpreis entscheiden, ob man das Goldkonvolut verkaufen möchte.

Wo lässt sich das Gold verkaufen?

Um tatsächlich den Wert zu erhalten, den das Goldkonvolut hat, muss man in jedem Fall darauf achten, dass man es mit einem seriösen Händler zu tun hat. Zuverlässige Partner sind die folgenden:

  • Juweliere: Gerade, wenn man zum ersten Mal Gold verkauft und für ein sicheres Gefühl den persönlichen Kontakt bevorzugt, kann man sich an einen ausgebildeten Juwelier wenden. In ​der Regel vereinbart man hier einen Termin, an dem das Altgold professionell geprüft und gewogen wird. Bei Juwelieren profitiert man meist von langjähriger Erfahrung, was die Wertermittlung von Altgoldes betrifft. Ein weiterer Vorteil ist, dass Juweliere für schöne Schmuckstücke mit besonderen Verzierungen möglicherweise einen guten Preis bieten, welcher den reinen Goldwert übersteigt, wenn sie davon ausgehen, den Schmuck gewinnbringend wieder verkaufen zu können.
  • Banken: Gerade große Banken gelten als vertrauenswürdige Institute und werden daher von vielen Goldverkäufern bevorzugt. Bei Banken, welche Edelmetalle ankaufen, erfolgt das oft in Tafelgeschäften. Das bedeutet, dass die Banken Münzen oder Barren zum aktuellen Goldpreis ankaufen und dafür eine Gebühr erheben. Den Preisaushängen der Banken kann man entnehmen, dass es eine Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskursen gibt, bei der es sich in der Regel um die Marge für die Bank handelt.
  • Scheideanstalten: Wenn man Gold in Form von altem Schmuck, beschädigten Münzen oder Zahngold verkaufen möchte, um dieses einschmelzen zu lassen, kann man es zu einer Scheideanstalt bringen. Diese Arten von Altgold sind in der Regel schwer verkäuflich. In der Scheideanstalt werden sie eingeschmolzen und anschließend neu verarbeitet. Eine Scheideanstalt bietet häufig höhere Ankaufspreise als Goldankäufer, weil Letztere beschädigtes Gold nicht selbst einschmelzen, sondern dieses ebenfalls an die Scheideanstalt weiterverkaufen. Es fallen jedoch für den Schmelzvorgang Gebühren an. Die Scheideanstalt überprüft außerdem, ob weitere Edelmetalle (Silber, Platin, Palladium o.ä.) im Altgold enthalten sind. Beispielsweise kommt bei Zahngold sehr oft ein Anteil von 10% Platin oder 30% Silber vor. Diese entsprechenden Werte werden dann zum Gesamtwert hinzugerechnet.
  • Online Händler: Online findet man allerhand Goldankäufer-Portale. Diese gehen spezialisiert vor und können teilweise bessere Preise anbieten, als Juweiliere oder Banken. Gute Anbieter erkennt man unter anderem daran, dass sie eine übersichtliche und klare Schritt-für-Schritt-Anleitung anbieten. Beispielsweise erhält man bei moneygold.de eine kostenlose Versandtasche, über die man sein Gold zur unverbindlichen Begutachtung einsenden kann. Die Sendung ist während des Versandweges voll versichert. Nach wenigen Tagen erhält man ein konkretes Kaufangebot.

Tipp: Gold wird als Rohstoff an den Börsen gehandelt und somit unterliegt der Goldankaufpreis Schwankungen im Sekundentakt. Je nach der politischen und der wirtschaftlichen Lage schwankt der Goldpreis von extremen Tiefs bis extreme Hochs. Es gilt also immer abzuwägen, wann und wie Gold verkaufen am lukrativsten ist.