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Stromausfall – Lichter aus am Hamburger Flughafen

Nach einem Stromausfall ging am gestrigen Sonntag am Hamburger Flughafen nichts mehr. Der Stromausfall sei auf einen Kurzschluss zurückzuführen. Aus Sicherheitsgründen konnten bereits am Vormittag keine Flugzeuge mehr starten oder landen, wie eine Flughafen-Sprecherin berichtete.

Der Flughafen wurde daraufhin geräumt. Passagiere, Gäste und Besucher mussten sich vor dem Gebäude aufhalten. Nach Angaben des Flughafens gibt es dort sonntags gewöhnlich rund 200 Starts und Landungen. Am späten Nachmittag teilte der Flughafen mit, dass der Flugbetrieb werde an diesem Tage nicht wieder aufgenommen werde. Den Technikern ist es nicht gelungen, den Fehler zu beheben, hieß es in einer Stellungnahme.

Eingehende Flüge nach Hannover umgeleitet

Am Sonntag waren 200 Starts und 200 Landungen geplant. Bis 10 Uhr gab es lediglich 37 Starts und 24 Landungen. Flugzeuge im Anflug auf Hamburg wurden in die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover umgeleitet. Verzögerungen im Flugverkehr hat es in Hannover nach Angaben einer Sprecherin bis zum derzeitigen Stand nicht gegeben. Noch ist nicht klar, ob der Hamburger Flughafen am Montag seinen Betrieb wieder aufnehmen kann. Eine Entscheidung darüber, soll noch in der Nacht fallen.

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Update: Die Betreiber haben die Ursache für den Kurzschluss nach eigenen Angaben inzwischen gefunden. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass alles schnellstmöglich wieder reibungslos läuft„, twitterte der Airport – ohne weitere konkrete Angaben zu machen.

Update: Der Hamburger Flughafen soll am Montag um 6 Uhr seinen Betrieb wieder aufnehmen. Das teilte das Unternehmen in der Nacht auf Twitter mit. Allerdings wird es auch am Montag zu Beeinträchtigungen im Flugverkehr kommen.

Update: Die Ursache war wohl eine  schadhafte Isolierung an einem Kupferkabel, die einem heftigen Kurzschluss führte.

Neue S-Bahn-Baureihe ET 490 meistert Premiere

Es sind die ersten neuen Züge seit über 20 Jahren! Seit gestern ist die völlig neu-entwickelte Fahrzeugbaureihe ET 490 im Fahrgastbetrieb.

Die neuen Fahrzeuge verfügen erstmals im Hamburger S-Bahn-Netz über eine Klimaanlage, haben breite Durchgänge zwischen den Wagen, Mehrzweckabteile und moderne LCD-Monitore mit Fahrgastinformationssystem. Das Design der Fahrzeugfront erinnert an ein bisschen an ein silbernes H für Hamburg. Die Höchstgeschwindigkeit der neuen Baureihe ET 490 auf dem Hause Bombardier liegt bei 100 Km/h (Einsystemzüge), bzw. 140 Km/h (Zweisystemzüge). Kostenpunkt pro Zug circa 5,5 Millionen Euro.

Die Altbauzüge der Baureihe 472 aus den 1970er und 1980er Jahren sollen nach und nach ersetzt werden. 2019 ist die Auslieferung von nochmals zwölf weiteren Züge geplant. Nach Ablösen der alten Baureihe 472 stehen der S-Bahn Hamburg dann 20 S-Bahnen mehr als heute zur Verfügung. Wenn diese S-Bahn Baureihe vor allem zuverlässiger ist, als die bisherigen Relikte Ihrer Zeit die aktuell immer noch unterwegs sind, dann können sich viele Pendler wirklich auf etwas freuen!

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ET 490 der S-Bahn Hamburg – Alle Features im Rundgang

Hansa-Theater zwangsversteigert – die letzte Schlacht ist geschlagen

St. Georg – die allerletzte Schlacht um das traditionsreiche Hansa-Theater ist geschlagen! 

Im Amtsgericht St. Georg wurde das Hansa-Varieté-Theater gestern zwangsversteigert. Nach einem fast einstündigen Bieterkrimi zwischen vier Parteien erhielten die Brüder Maximilian und Moritz Schommartz (die HWS Immobilien und Vermögensverwaltung) für 21,1 Millionen Euro den Zuschlag. Zu dem Hansablock gehören neben dem Theater vier Wohn- und Geschäftshäuser.

Vorangegangen war ein jahrelanger Erbschaftsstreit zwischen den drei Töchtern der Theatergründer Paul und Telse Grell. Bis zum Schluss wollten zwei der drei Theater-Erbinnen die Versteigerung verhindern – die dritte Erbin wollte sich hingegen auszahlen lassen. Eine Einigung kam nicht zustande. Die neuen Besitzer Schommartz machten zuletzt Schlagzeilen mit dem Erwerb der Schanzenhöfe.

Denkmalschutz zur Rettung des Varieté-Theaters

Um das Varieté-Theater zu retten, hatte die Stadt es Anfang April unter Denkmalschutz gestellt. Das Hansa-Theater wurde 1894 eröffnet – hier traten Künstler wie Hans Albers, Josephine Baker und die Comedian Harmonists auf. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Theater zerstört. Im Jahr 1953 erfolgte ein Umbau – das Hansa-Theater wurde zum Showtheater mit Restaurant. Aufgrund von geringen Besucherzahlen es jedoch 2001 schließen. 2009 wurde das Varieté-Theater unter Leitung von Thomas Collien und Ulrich Waller erfolgreich wieder eröffnet. Die Einrichtung des Theaters (von den Bühnenbildern bis zum Klingelknopf am Tisch) blieb seit 1953 nahezu unverändert.

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(Pressebild: Hansa Theater / Oliver Fantitsch)

Lastwagen überrollt Arbeiter beim Abbau des Dom-Riesenrad

Tragisches Ereignis bei Abbau des Hamburger Doms. Ein Mann ist am Freitagnachmittag auf dem Heiligengeistfeld von einem Schausteller-Lastwagen überrollt worden. Wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte, sei der Mann mit dem Abbau eines der Fahrgeschäfte in Höhe des Riesenrades beschäftigt gewesen, als der Lkw ihn traf. Ein Notarzt kämpfte um das Leben des Verunglückten doch dieser verstarb an der Unfallstelle.

Fahrer des Lastwagens und Zeugen werden zur Stunde seelsorgerisch betreut. Der Verstorbene soll bislang unbestätigten Angaben zufolge circa 40 Jahre alt gewesen sein. Weitere Details zum Hergang des Unglücks sind bislang noch nicht bekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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Air Berlin Pleite – in Hamburg klafft immer noch eine Lücke

Es ist erst wenige Monate her, da stellte Air Berlin seinen Flugbetrieb ein. Nach der Pleite wurden die lukrativen Teile der Fluggesellschaft unter den Konkurrenten aufgeteilt. Ein großes Stück vom Kuchen erhielt der Platzhirsch Lufthansa, bzw. deren Tochter Eurowings – die Fluggesellschaft ist einer der größten Profiteure der Air Berlin Pleite.

Die britische Easyjet und Ryanair, wollen als Teilhaber der Air-Berlin-Tochter Niki, der deutschen Lufthansa Parole bieten. Der Flughafen Hamburg profitiert davon allerdings kaum – in der Hansestadt dominiert zunehmend die Lufthansa und Tochter Eurowings.

Lufthansa & Eurowings machen wohl bald die Hälfte des Flugbetriebs in Hamburg aus

Der Airport Hamburg erlaubt einen groben Einblick über die Marktanteile der einzelnen Airlines in Hamburg. Die zehn größten Fluggesellschaften am Flughafen Hamburg machten im Jahr 2017 etwa drei Viertel des Marktes unter sich aus. Damals waren darunter auch Air Berlin und Niki auf der Plätzen 5 und 6. Für 2018 wird erwartet, dass der Anteil der übrigen acht Fluggesellschaften weiterhin fast Dreiviertel ausmacht. Wachstum erwartet der Flughafen Hamburg vor allem bei Eurowings und Lufthansa. Neue und bedeutende Mitbewerber sind nicht in Sicht.

Easyjet setzt nicht auf Hamburg

Noch im Jahr 2013 hatte EasyJet für Hamburg ambitionierte Pläne und stationierte in Fuhlsbüttel drei Maschinen fest. EasyJet CEO Carolyn McCall damals: „Unser Ziel für Hamburg ist, die Passagierzahlen innerhalb des ersten Jahres auf eine Million zu verdoppeln. In Berlin möchten wir 130.000 zusätzliche Passagiere befördern.

Fast 30 Ziele hatte die britische Fluggesellschaft im Programm. Zuletzt hat das Unternehmen allerdings zahlreiche Verbindungen aus dem Programm gestrichen: Darunter Mallorca, Fuerteventura, Salzburg (nur noch Eurowings) und Zürich (Eurowings und Swiss).Nun gibt es nur noch neun Easyjet-Verbindungen ab Hamburg, darunter beispielsweise Bordeaux und Genf exklusiv.

Die Pleite von Air Berlin könnte Easyjet eigentlich die Gelegenheit bieten, einer der BIG-Player in Hamburg zu werden. Aktuell scheint es aber keinerlei Anzeichen zu geben, dass Easyjet diese Möglichkeit nutzen wolle. So wird die Lücke, die Air Berlin hier hinterlassen hat, wohl noch etwas länger anhalten als in anderen Städten. Platzhirsch Lufthansa wird den Wettbewerbsmangel am Standort Hamburg durchaus freuen – die Hamburger Fluggäste und Flughafenbetreiber vermutlich weniger.

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Tschüss Alsterradio – bekannter Radiosender wird umbenannt

Der seit Jahren beliebte private Radiosender Alsterradio bekommt einen neuen Namen – aber das ist nicht die einzige Neuerung.

Am Montag den 9. April 2018 um 5 Uhr startet Rock Antenne Hamburg auf 106,8 UKW sowie DAB. Das gute, alte Alsterradio, dessen Name als Radio-Medium sich zur festen Instanz entwickelte, wird also zu Rock Antenne Hamburg umbenannt. Damit steigt Deutschlands größtes Privatradio ANTENNE BAYERN in Hamburg ein. Die Gerüchte, das Alsterradio etwas Neues machen wolle und intensive Gespräche mit der ROCK ANTENNE führe, bewahrheiten sich. Das dazugehörige (nicht reichweitenorientierte) Musikradio 917XFM bleibt aber als Zweitsender von Rock Antenne Hamburg erhalten und soll weiter ausgebaut werden.

Bereits länger war man unzufrieden mit der Reichweite an Zuhörern. Eine Media Analyse im März 2018 zeigte, der Radiosender hatte nur Tagesreichweite von 63.000 Hörern in Hamburg. Der Branchenprimus Radio Hamburg hingegen, hatte zu diesem Zeitpunkt fast viermal mehr Hörer – nämlich 251.000.

Neuer Radioname – neues Radioprogramm

Am Montag um 05.00 Uhr morgens startet: „Die Frühschicht mit Schmidt & Schmidts Katze“ – eine neue Radio-Morningshow mit den Moderatoren Alex Schmidt und Lilly Roberts. Der Neuanfang bedeutet allerdings das Aus für die bisherigen Moderaten Maren & AC. Damit ist die im August 2015 angekündigte Programm-Offensive von Alsterradio wohl auch offiziell gescheitert. Der Abschied von Maren Bockholdt steht bereits fest. Vieles deutet auch darauf hin, dass AC Clausen (Radio-Urgestein und einstiger Hamburg1 Moderator), den Sender verlassen wird.

Update: Letzte Alsterradio-Moderation im Video

Alsterradio gab es seit 1991

Alsterradio ging 1991 aus dem Privatsender Radio 107 hervor und war auf der Frequenz 106,8 MHz erreichbar. Das Sendegebiet erstreckte sich in einem Radius von ca. 100 km – also von Hamburg bis in die Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein sowie Mecklenburg-Vorpommern.

Lange Zeit war der Sender die Nummer 2. der privaten Hamburger Radiosender in Hamburg. Anfangs spielte Alsterradio vor allem Schlagermusik, später war der Sender bekannt für Oldies. Seitdem die Verantwortlichen das Programm in Richtung Pop und Rock umgestellt haben, kämpfte man mit sinkenden Marktanteilen. Alsterradio konnte außerdem weltweit über Webradio empfangen werden.

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