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Park-and-Ride soll in Hamburg kostenpflichtig werden

Hamburgs Wirtschaftsbehörde will das Angebot von Park-and-Ride-Plätzen ausweiten und verbessern, gleichzeitig wird die Nutzung der Parkplätze Gebühren kosten, so berichtet der NDR und das Hamburger Abendblatt. Im Hamburg werden so 2200 P+R Stellplätze zusätzlich geschaffen, durch Neubau oder Erweiterung bestehender Anlagen.

Unter anderem ist die Rede von neuen Parkplätzen in Rissen, Eidelstedt, Langenhorn und Billwerder. Sowohl in Harburg, Poppenbüttel als auch Bergedorf ist die Erweiterung bestehender Park-and-Ride Einrichtungen geplant. Laut des Drucksachenentwurf dem das Hamburger Abendblatt vorliegt wird die Tageskarte zwei Euro, die Monatskarte 20 Euro und die Jahreskarte 200 Euro kosten.

Die Tickets werden wie üblich bei Parkhäusern am Automaten erhältlich sein und können für alle P+R Einrichtungen in Hamburg genutzt werden. Die Einführung der Gebühren begründet die Wirtschaftsbehörde unter anderem mit Gebührengerechtigkeit gegenüber Bike-and-Ride-Nutzern, die für das Mieten von bereitgestellten Boxen ebenfalls Gebühren zahlen müssen. Das Thema wird vermutlich noch für Diskussionsstoff sorgen, denn die Gebühr wird vorallem Pendler aus dem Umland treffen.

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Abriss der Esso-Häuser fast schon beschlossene Sache

Die maroden Esso Hochhäuser auf St. Pauli sollen abgerissen werden,  so der Wunsch des Investors „Bayrische Hausbau“ – doch von Beginn an gibt es viel Gegenwind von Mietern und Kiezanwohnern. Nun allerdings könnte die Diskussion um den Erhalt der Häuser schnell beendet werden.

Um Aktivisten den Wind aus den Segeln zunehmen, versprach der Investor den Mietern zuletzt nahe gelegene Ersatzwohnungen und Rückkehrrecht. Die Mieter allerdings sind skeptisch und trauen diesen Zusagen nicht. Nun könnte die Diskussion allerdings ein Ende nehmen, denn angeblich hat die Bayerische Hausbau als Eigentümer bereits Anfang August einen Abrissantrag gestellt, der sowohl von Bezirk als auch Politik Unterstzütung findet.

Gegenüber der Tageszeitung WELT bestätigte Bezirksamtsleiter Andy Grote (SPD): „Wir müssen diesen Abrissantrag voraussichtlich genehmigen. Eine Ablehnung könnte es nur dann geben, wenn rechtliche Voraussetzungen dagegen sprechen, und die gibt es aus jetziger Sicht nicht.“ Bis spätestens Juli 2014 müssen also die 107 Wohnungenen vollständig geräumt sein: „Auf Grundlage des Gutachtens, das massive Schäden an der Bausubstanz festgestellt hat, werden wir zum 1. Juli 2014 oder vielleicht ein paar Wochen später, die Gebäude für unbewohnbar erklären müssen“, so Andy Grote.

Vergangenen Mittwochabend stellte der Bezirk ein Gutachten vor, dass nochmals bestätigt dass die Immobilie einsturzgefährdet sei. Die Stimmung im Ballsaal des Millerntorstadions war dementsprechend angespannt, etwa 250 interessierte St.Paulianer waren dabei. Bezirksamtsleiter Grote sagte bereits zu Beginn der Veranstaltung, das Gutachten lasse keinen realistischen Spielraum zum Erhalt der Esso-Häuser. Für Grote sind die Ergebnisse des Gutachtens klar deutlich: „Es könne keine Lösung diskutiert werden, die keine ist“, so der Bezirksamtsleiter. (Quelle: Die Welt)

Wieder Verkaufsgerüchte um die Rote Flora

Neue Verkaufsgrüchte sorgen für Aufregung um die Rote Flora, immer wieder hat Kulturinvestor Klausmartin Kretschmer (54) in den vergangen Jahren für Spekulationen um eine Veräußerung des Gebäudes in der Sternschanze gesorgt. Steht diesmal die Flora vor einem endgültigen Verkauf?

Grund für die Aufregung sorgt das Gerücht, dass Klausmartin Kretschmer das marode Gebäudes an einen Investor zu überschreiben möchte. Die „Floristen“ befürchten, dass der neue Besitzer das ehemalige Theater abreissen lässt um hier neue Wohn- und Büroflächen zu schaffen.

Rote Flora in Schwarz-WeissDiese Befürchtung sind nicht unberechtigt, denn Kretschmer möchte die Rote Flora im Stadtteil Sternschanze schon lange loswerden, in den letzen Jahren gab es immer wieder Verkaufsgerüchte. Diesmal allerdings nehmen die Linksautonomen die Hinweise äußerst ernst und trafen sich am vergangenen Donnerstagabend sogar zur Lagebesprechung.

Das Bezirksamt Altona ist momentan noch mit dem Bebauungsplan für das Gebiet beschäftigt, steht aber kurz vor der Fertigstellung und derzeit handele es sich dabei um ein Sanierungsgebiet. Nach aktuellen Stand plant der Bezirk aber für beide Optionen ein Stadtteilkulturzentrum, ein neuer Investor hätte vermutlich kaum Spielraum.

Sollte es wirklich zur Räumung der Roten Flora kommen drohen Hamburg vermutlich anhaltende Krawalle, denn die Linksautonome Insel genießt nicht nur viele Befürworter in Hamburg, sondern ist mittlerweile ein wichtiger Ort einer europaweit verzweigten Autonomenszene. Die Aktivisten der roten Flora geben sich jetzt schon kämpferisch, seit Donnerstag hängt ein Transparent mit den Worten „Wer das kaufen will, muss Stress mögen“ an der Flora, ein Zitat von CDU Kommunalpolitiker Uwe Szczesny. (Quelle: Hamburger Abendblatt)


Billstedt: Falscher Fahrschüler aufgeflogen

Im Hamburger Stadtteil Billstedt, wollte ein Mann mit den Personalien seines Freundes die Führerscheinprüfung absolvieren, da dieser Freund schon mehrfach durch die Prüfung gefallen war. Der 48-Jährige, der schon im Besitz eines Führerscheines war, meldete sich zu diesem Zweck für ein paar Fahrstunden bei einer Fahrschule an.

Der Fahrlehrer ahnte trotz einer gewissen Ähnlichkeit der beiden, dass etwas nicht stimmte und ließ den Prüfling bei der Prüfungsfahrt zu einem Polizeirevier fahren. Der Prüfling wiederum roch die Lunte, brachte das Fahrzeug zum Stehen und flüchtete.

Dumm gelaufen: Die Polizei konnte den Flüchtigen festnehmen und entdeckte bei der Personenkontrolle dessen eigenen Führerschein. Dem „Prüfling“ wird nun vermutlich wegen „mangelnder charakterlicher Eignung“ der Führerschein entzogen. Sein Freund, ein 47-jähriger Ghanaer, wird noch länger auf den Schein warten müssen.

(Quelle: Die Welt)

Kritik um Vorschlag den verkaufsoffenen Sonntag zu erweitern

Nach dem Vorschlag von Tourismuschef Dietrich Albedyll, die verkaufsoffenen Sonntage auszuweiten, kommt Kritik sowohl von den Gewerkschaften, als auch Kirche und Einzelhandelsverband.

Die derzeitige Regelung von vier verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr sei ausreichend so die Kritiker des Vorschlags ─ zum Vergleich, Berlin veranstaltet acht verkaufsoffene Sonntage im Jahr. Arno Peukes von der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di. sagte auf Anfrage des Hamburger Abendblatt: „Mit der Ausweitung der Öffnungszeiten ist zu befürchten, dass die prekäre Beschäftigung im Handel weiter zunimmt. Bereits jetzt führen die Beschäftigungsformen im Handel dazu, dass immer mehr Beschäftigte am Ende des Monats aufstockende Sozialleistungen beantragen müssen. Mittlerweile ist jeder sechste Hartz-IV-Aufstocker in unserer Stadt im Einzelhandel beschäftigt„.

„Viermal im Jahr – darüber hinaus sind wir dagegen“

europa-passage-sonntagUwe Grund, Landesvorsitzender der DGB argumentiert ganz sachlich: „Wir haben unseren Frieden damit gemacht, dass es viermal im Jahr einen verkaufsoffenen Sonntag in Hamburg gibt. Darüber hinaus sind wir dagegen.“

Uwe Grund bezweifelt auch, dass sich die verkaufsoffenen Sonntage überhaupt wirtschaftlich bemerkbar machen: „Das Geld zum Konsumieren vermehrt sich durch Sonntagsöffnungen ja nicht auf wundersame Weise, es wird höchstens anders verteilt, und da gibt es dann Gewinner und Verlierer„.

Wer schon mal an einem verkaufsoffenen Sonntag im Hamburg teil genommen hat, könnte eine andere Auffassung gewonnen haben – besonders wenn das Wetter mitspielt. Dann bedeutet es meist: Einkaufsstraßen voller Menschen, lange Schlangen an der Kasse und einkaufen als gebe es keinen Morgen mehr.

Ganz interressant an dieser Stelle noch: Die Hauptstadt Berlin besitzt eine Außnahmeregelung und darf als einzige Stadt Deutschlands ganze 8 Verkaufsoffene Sonntage veranstalten.

(Quelle: Hamburger Abendblatt)