Neuigkeiten und regionale Nachrichten die Hamburg beschäftigt. News und Hintergründe aus dem Stadtleben, Politik, Wirtschaft, Unterhaltung und Kurioses.

Heute beginnt der Abriss der Esso-Häuser auf der Reeperbahn

Knapp zwei Monate nach der Evakuierung der einsturzgefährdeten „Esso-Häuser“ will die Bayerische Hausbau mit den Abrissarbeiten im Inneren der Gebäude auf der Reeperbahn beginnen.

Einen konkreten Zeitplan für den Neubau gebe es noch nicht, die Bayerische Hausbau will auf dem Gelände neue Wohnungen mit einer Bruttogeschossfläche von insgesamt 19.500 Quadratmetern schaffen. Um die Esso-Häuser gibt es seit Jahren viel Streit! Mieter, Initiativen und Kritiker beklagen, dass die Gebäude von den Eigentümern mit Absicht dem Verfall preisgegeben worden waren, um sie abreißen und neue Luxuswohnungen bauen zu können. 

Der Abriss trifft nicht nur die Mieter, sondern bedeutet auch das Ende für  legendäre Clubs wie „Molotow“ und „Hörsaal“, oder die berüchtigte Esso-Tankstelle.

Hamburg will die „Rote Flora“ für 1,1 Mio Euro zurück

Der Hamburger Senat will die besetzte „Rote Flora“ vom umstrittenen Immobilien-Investor Klausmartin Kretschmer zurück. Das hat Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag verkündet. Er fügte hinzu: „Das ist das letzte Mal, dass wir Herrn Kretschmer das anbieten.“ Hamburg ist bereit, 1,1 Millionen Euro für das Grundstück im Hamburger Stadtteil Sternschanze zu zahlen.

Auch Bürgermeister Scholz appeliert an dem Eigentümer, in einem Stern-Interview macht er deutlich, dass die Stadt dem Wunsch nach einer Räumung des ehemaligen Theaters nicht nachkommen wird. „Er ist als Kulturinvestor angetreten, um die Rote Flora zu erhalten“, so der Bürgermeister Olaf Scholz.

Zur Erinnerung: Kretschmer hatte das besetzte Kulturzentrum 2001 von der Stadt gekauft, für nur knapp 190.000 €. Nachdem Stadt und Senat nicht bereit waren, das Gebäude für einen hohen Millionenbetrag zurückzukaufen, hatte Kretschmer seinen Plan durchblicken lassen das Gebäude im Stadtteil Sternschanze abzureißen und ein neues Kulturzentrum zu bauen – ein wesentlicher Grund für die Demonstrationen und Krawalle der vergangenen Wochen in Hamburg.

Der Senat hat Immobilien-Investor Kretschmer per Post über seine Pläne informiert, nun hat er Zeit sich bis Anfang Februar zur Sache zu äußern. Sollte sich Kretschmer nicht darauf einlassen, will die Stadt vor Gericht ziehen.

(Quelle: sueddeutsche.de)

 

Pinnebergerin fährt auf der Autobahn (A23) rückwärts

Es gleicht einem Wunder, dass niemand verletzt wurde. Eine 39 Jahre alte Pinnebergerin war am vergangenen Sonntagmorgen mit ihrem Ford Fiesta auf der A23 Richtung Norden unterwegs. Laut eines Zeugen in Schlangenlinien und über beide Fahrbahnen, nahe Eidelstedt schleuderte sie dann gegen eine Mittelleitplanke ─ dann das Unfassbare: Sie legt den Rückwärtsgang ein und gibt Gas. Da der Zeuge umgehend die Polizei informierte, konnten die Beamten Fahrerin und Fahrzeug schnell feststellen. In der Rellinger Straße, in Höhe der Shell-Tankstelle, hielten sie den Ford Fiesta an.

Beim Atemalkoholtest staunten die Beamten nicht schlecht: 1,70 Promille. Nach den erforderlichen Maßnahmen wurde die 39-Jährige wieder entlassen. Die Kamikazefahrt wird vermutlich teuer werden, die Fahrerin muss sich nun wegen Trunkenheit im Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs und dem unerlaubten Entfernen vom Unfallort verantworten.

(Quelle: ad-hoc-news)

Guten Rutsch und ein glückliches neues Jahr Hamburg

Das Jahr neigt sich dem Ende, es sind nur noch wenige Stunden und Hamburg begrüßt das neue Jahr 2014! Ob nun an den Landungsbrücken, an der Alster oder auf eine der zahlreichen großen Partys in der Hansestadt, ganz Hamburg wird bei verblüffend milden Temperaturen ins neue Jahr starten können.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Besuchern, Lesern, Freunden & Unterstützern bedanken! Sowohl die Besucherzahlen als auch die Sichtbarkeit von ahoihamburg.net steigen weiterhin konstant an, wir dürfen also optimistisch in die Zukunft blicken. Wir wünschen euch einen guten Rutsch und ein erfolgreiches, glückliches und kreatives neues Jahr 2014.

Falls ihr noch Sekt, Berliner oder Raketen benötigt, die meisten Geschäfte in der Hamburger Innenstadt schließen zwischen 14 und 18 Uhr. Die Öffnungszeiten an Silvester in Hamburg variieren stark, wer seine Silvestereinkäufe gerne bis auf die letzte Minute hinaus zögert, sollte auf Nummer gehen und 14 Uhr als Maßstab nehmen. Für Alle die noch auf Suche nach dem passenden Ort sind um Silvester in Hamburg zu verbringen, empfehlen wir einen Blick in unseren Artikel: Silvester Hamburg: Die besten Partys und Locations

So, jetzt nochmal Happy New Year Hamburg! 🙂

Esso-Tankstelle Reeperbahn: Ende einer Legende

Die Lage, die Kunden aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und der Service haben die Tankstelle auf St.Pauli weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht. Doch nun muss die Legende ihren Platz räumen: Grund ist das Drama um die maroden und vom Einsturz bedrohten Esso-Häuser.

Es gab wohl kaum einen Ort, an dem so viele unterschiedliche Menschen aufeinandertrafen, weshalb man die Tankstelle auch „Marktplatz von St. Pauli“ oder „Kiez-Kult-Tanke“ nannte. Für die Anwohner war sie tagsüber Nahversorger und Treffpunt zum klönen, für die Nachtschwärmer Start und Endpunkt einer Kiez-Tour und für Autofahrer eine Tankstelle mit jeder Menge Service ─ 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr. Grund genug das zahlreiche Fernsehsender Reportagen vom Alltag der Kult-Tanke drehten, zuletzt Spiegel TV mit dem Titel „Mehr Sprit für St. Pauli„.

Kiez-Tanke muss den Platz räumen

Für viele gehörte zum St. Pauli-Besuch ein Abstecher bei der Esso-Tankestelle an der Taubenstraße einfach dazu, nun ist die Tankstelle für immer dicht! Auch andere etablierte Läden mussten ihre Türen wegen den Einsturz bedrohten Esso-Häuser schließen, wie beispielweise der Western-Laden „Hundertmark“. Das Geschäft gehörte fest zum Spielbudenplatz, doch nun musste die 50-jährige Erfolgsgeschichte auf St. Pauli ein jähes Ende erfahren.

Esso Tankstelle auf St. Pauli in Einsturzgefahr

Das Molotow, der Kult-Kellerclub am Spielbudenplatz, steht ebenfalls vor dem endgültigen Aus. Viele Künstler die heute große Bühnen rocken haben hier ganz klein angefangen: Billy Talent, Mando Diao oder die Sportfreunde Stiller um nur einige zu nennen. Jetzt muss die Kiez-Institution „Molotow“ schließen, einziger Hoffnungsschimmer wäre ein Ausweichquartier, doch die Suche gestaltet sich bislang schwierig.

TV-Reportage über die Esso-Tankstelle auf St. Pauli

Wie schon zu Beginn dieses Artikels erwähnt, gibt es zahlreiche TV-Reportagen die sich der Kiez-Tankstelle widmen – hier wohl der bekannteste Fernsehbeitrag „Mehr Sprit für St. Pauli“ von Spiegel TV.

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Polizei jagt Graffiti-Sprüher „DSF“, „TESE“ und „RAGE“

Das Sprayer-Tag „DSF“ ist im Hamburger Stadtbild seit einigen Jahren sehr präsent. Besonders aber in letzten Monaten scheinen die Sprüher ihr Kürzel noch konsequenter verbreiten zu wollen, denn gefühlt taucht das Tag jetzt doppelt so oft auf als früher. Nun ist auch die Hamburger Polizei, speziell die „Soko Graffiti“ sehr interessiert an der Gruppe und auf der Jagd.

Viele denken bei „DSF“ wohl an den ehemaligen Sportsender im Free-TV, laut Polizeisprecher Andreas Schöpflin handelt es sich um einen Gruppenschriftzug mit der Bedeutung, Deutsche Sprayer Fraktion. Neben dem Tag „oz“ (das steht für Olli) ist DSF wohl das bekannteste Graffiti-Tag der Stadt Hamburg. Ob nun Stromkästen, Lärmschutzwände, Hausfassaden oder aktuell die  Treppenstufen zur Michel-Wiese, kaum noch eine Straße in der das Sprayer-Tag nicht vertreten ist.

RAGE gehört laut Soko Graffiti ebenfalls zur DSF Crew

Graffiti "RAGE" auf Hamburger S-Bahn WaggonEbenfalls im Fokus der Soko Graffiti sind die Tags „TESE“ und „RAGE“. Wer häufig die S-Bahn nutzt, sollte RAGE kennen: Mit dem Namen werden besonders gerne Wholecars, also einzelne Bahnwaggons verziert.

Generell gilt es zu unterscheiden: Manche Sprüher möchten Ruhm in der Szene erlangen, in dem ihr Tag (Zeichen) möglichst weit verbreitet ist ─ sozusagen Masse statt Klasse, reine Schmierereien! Andere scheinen eher durch Qualität und interessante Spots überzeugen zu wollen. Es ist anzunehmen das „RAGE“ ebenfalls der DSF-Crew zuzuordnen ist. Laut Polizeisprecher Schöpflin sind TESE und RAGE Einzelpersonen, die auch häufig gemeinsam auftauchen. Ihre Identität konnte aber noch nicht ermittelt werden“, so der Polizeisprecher. Die Beamten der Soko „Graffiti“ mit ihrem Chef Jürgen Bramsiepe sind bei der Jagd auf die Sprayer auf Tipps, Hinweise und Anzeigen angewiesen.