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Stones-Freikarten-Affäre führt Staatsrätin Elke Badde in den Ruhestand

Die große Stones-Party im Stadtpark ist lange vorbei – der Politik-Skandal um die Freikarten hingegen immer noch im vollen Gange. Jetzt wird nämlich eine der höchsten Beamtinnen ins Visier genommen: Staatsrätin Elke Badde von der SPD.

Bereits seit Ende letzten Jahres wird gegen Harald Rösler (SPD), Ex-Bezirksamtsleiter Nord, sowie 41 weitere Mitarbeiter ermittelt. Es geht um die Annahme von 100 Freikarten für ein Rolling Stones Konzert im Stadtpark. Staatsrätin Elke Badde wird nun sogar angeklagt, so teilte der Senat vergangen Montag mit: „Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat den Senat am Freitag vergangener Woche darüber informiert, dass sie im Zusammenhang mit der Vergabe von Freikarten durch das Bezirksamt Hamburg-Nord für das Konzert der Rolling Stones im Stadtpark im September 2017 Anklage gegen Frau Staatsrätin Elke Badde beim Amtsgericht Hamburg erhebt und beantragt, das Hauptverfahren zu eröffnen“.

Im gegenseitigen Einvernehmen mit Elke Badde habe der Senat die Staatsrätin am Montag in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Badde war von April 2015 bis November 2017 auch Staatsrätin für die Bezirke in der Finanzbehörde.

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Haspa erhebt Strafzinsen für zu viel Geld auf Girokonten

Die Hamburger Sparkasse hatte bereits Strafzinsen für Firmenkunden eingeführt – nun sind auch die Privatkunden dran. „Die auf Dauer angelegte Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank macht es auch für uns notwendig, für größere Guthaben von institutionellen Anlegern und Firmenkunden ein Verwahrentgelt zu nehmen“, sagte Haspa-Sprecherin Stefanie von Carlsburg der FAZ. Für die Privatkunden sollten Negativzinsen aber so lange wie möglich vermieden werden.

Bis jetzt! Denn wer als Privatkunde mehr als 500 Tausend Euro auf der hohen Kante hat, muss nun künftig Strafzinsen rechnen, wie das Abendblatt berichtet. Die Haspa will ab dem 1. September das Verwahrentgelt einführen. Betroffene Kunden sollen jährlichen 0,4 Prozent auf den Betrag zahlen, der die halbe Million Euro übersteigt. Für Firmenkunden liegt der Freibetrag jedoch bei 250.000 Euro. Dennoch heißt es vonseiten der Haspa: „Wir versuchen weiterhin, Negativzinsen für die Spareinlagen im breiten Privatkundengeschäft zu vermeiden. Dagegen stemmen wir uns für unsere Kunden bereits seit einigen Jahren.“

Denn wenn Kunden größere Mengen Bargeld auf Girokonten verwahren, kostet das die Haspa Tag für Tag sehr viel Geld. Seit Mitte 2014 müssen Banken und Sparkassen für Geldreserven, die sie auf ihren Konten bei der Europäischen Zentralbank parken, ihrerseits Strafzinsen von 0,4 Prozent zahlen. Die Haspa will noch in dieser Woche betroffene Kunden informieren und Beratungsgespräche zu alternativen Anlageformen führen.

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Akku-Ladegerät in St. Pauli explodiert – 26-Jähriger stirbt

Ein schrecklicher Unfall ereignete sich gestern im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Bei der Explosion eines Akku-Ladegeräts ist ein Mann tödlich verletzt worden.

Das teilte die Polizei am heutigen Donnerstag mit. Der Unfall geschah in einem Bürogebäude im Stadtteil St. Pauli. Eintreffende Rettungskräfte gelang es den Mann noch am Unfallort wieder zu beleben und ins Krankenhaus zu bringen. Heute allerdings erlag er seinen schweren Verletzungen. Noch ist völlig unklar, wie es zur Explosion kommen konnte und um was für ein Akku-Ladegerät es sich handelte.

Das LKA hat sich eingeschaltet und die Ermittlungen übernommen. Nach Angaben der zuständigen Feuerwehr wurde für die Augenzeugen des Unfalls das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes zur psychologischen Betreuung angefordert.

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Train Surfing – 17-Jähriger erleidet Stromschlag auf ICE-Dach

Eine Mutprobe mit Konsequenzen: Ein Jugendlicher aus Hamburg ist vergangenen Donnerstag auf dem Dach eines ICE mitgefahren – mit schlimmen Folgen: Ein Stromschlag aus der Oberleitung erwischte ihn.

Schwer verletzt ging es für den 17-Jährigen per Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik in Hannover. Wie Detlef Lenger, der Sprecher der Bundespolizeiinspektion Hannover mitteilte, war der Jugendliche bereits am Donnerstag auf dem Dach des aus Hamburg kommenden ICE bis Nienburg mitgefahren. Lenger: „Unterwegs, möglicherweise in der Nähe von Verden, muss der Hamburger einen Stromschlag aus der über ihm verlaufenden Oberleitung bekommen haben.“

Immer wieder kommt es beim Train Surfing oder S-Bahn Surfen in Hamburg zu schweren Unfällen. Erst Ende Mai war ein 14-Jähriger in Hamburg getötet worden, als er auf dem Dach einer U-Bahn mitgefahren war. Die Bundespolizei warnt eindringlich vor ähnlichen Mutproben. Nicht selten filmen die Train Surfer ihre Aktionen mit Action-Cams und laden sie dann bei der Videoplattform YouTube hoch.

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S31 fällt aus – ein Lokführer ist krank

Am Sonntag mussten Reisende der Linie S31 sich in Geduld üben – „Betriebliche Gründe“ seien verantwortlich für den Ausfall. Diese Meldung bekamen die wartenden Fahrgäste auf den elektronischen Anzeigetafeln zu sehen. Laut Informationen der Morgenpost ist ein Lokführer krank.

Die Krankmeldung des Mitarbeiters kam sehr kurzfristig. In der verfügbaren Zeit konnte kein Ersatz gefunden werden. Dies ließ die Pressestelle der Bahn gegenüber der MOPO verlauten. Wahrscheinlich spielte die beginnende Urlaubszeit der Hamburger S-Bahn an diesem Sonntag auch nicht gerade in die Karten. Dennoch ist verwunderlich zu lesen, dass es für solche Fälle keine adäquater Ersatz verfügbar ist.

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St. Pauli soll Unesco-Kulturerbe werden

Auf St. Pauli gibt es eine neue Initiative für den Erhalt der typischen Kiez-Kultur. Massentourismus, Billig-Kioske und Gentrifizierung – den Stadtteil beschäftigen diese Probleme schon seit geraumer Zeit. Nun soll St. Pauli Unesco-Kulturerbe werden und dieser Titel soll wie ein Rettungsschirm wirken.

Das Leben auf St. Pauli soll auf die Liste der Unesco für immaterielles Kulturerbe. Ein entsprechender Antrag wird derzeit von Quartiersmanagement, Behörden, Geschäftsleuten und Initiativen des Stadtteils vorbereitet, sagte Quartiersmanagerin Julia Staron gegenüber der „Welt am Sonntag“.

Die Vielfalt des Viertels drohe zum „Einheitsbrei“ zu verkommen. „Die Frage ist doch immer: Was bleibt irgendwann noch von der Seele des Stadtteils?„, so die Quartiersmanagerin Staron. Ein durchaus überraschender Plan um den Flair des weltberühmten Stadtteils zu retten.

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