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Wilstorf: Neue Anlaufstelle für junge Obdachlose

Obdachlose Jugendliche bekommen in Wilstorf (Bezirk Harburg) eine neue Anlaufstelle. Die Sozialbehörde schafft mit ihrem Jugenderwachsenen-Projekt hier 40 neue Plätze und reagiert auf den steigenden Bedarf.

Seit 2009 existiert das Projekt und bietet 19 Plätze im Bezirk Mitte an. Nach eigenen Angaben der Behörde, reiche diese Anzahl aber einfach nicht aus. Am neuen Standort in Wilstorf, einer ehemaligen Polizeiwache in der Nöldekestraße, sollen künftig 40 neue Plätze zur Verfügung stehen.

Zuletzt sind hier Flüchtlinge untergebracht gewesen – schon ab Februar sollen dort junge Obdachlose beherbergt werden.

Neue Perspektiven schaffen

Das Ziel des Projektes ist klar definiert: Es soll jungen Obdachlosen in Hamburg neue Perspektiven geschaffen werden. Ob nun mit einem Schulabschluss, einer Ausbildung oder gar einem Arbeitsplatz, um die Jugendlichen dann in eigene Wohnungen zu entlassen. Durch die Ausweitung des Projekts können künftig auch Frauen aufgenommen werden.

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Wieder brutaler Handyraub auf St. Pauli

Ein 20 Jahre alter Algerier steht im Verdacht, eine Frau am frühen Sonntagmorgen im Stadtteil St. Pauli mithilfe einer Beinsichel (Judo) zu Boden gebracht zu haben, um ihr Smartphone zu stehlen. Als sie im Liegen ihr Smartphone festhielt, soll der Täter weiter auf ihren Kopf eingeschlagen haben. Danach flüchtete er mit dem Diebesgut.

Nach Polizeiangaben geschah die Tat an der Ecke Bernstorffstraße und Gilbertstraße um 01:43 Uhr. Die verletzte junge Frau verfolgte den Täter laut Polizei und rief Passanten um Hilfe. Zusammen konnte der Dieb gestellt und festgehalten werden bis die Polizei eintraf.

Das Handy, das er weggeworfen hatte, wurde in der Nähe gefunden. Nach erfolgter erkennungsdienstlicher Behandlung wurde der 20-jährige Algerier einem Haftrichter vorgeführt und befindet sich derzeit in U-Haft.

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Schwedische Kette Clas Ohlson schließt alle Hamburger Läden

Die schwedische Kette Clas Ohlson beendet seine deutschen Expansionsabsichten. Die vier Filialen (alle ansässig in Hamburg) werden schließen.

Das schwedische Unternehmen Clas Ohlson versteht sich als eine Mischung aus Baumarkt, Elektrogeschäft und Eisenwarenhändler mit Produkten für den täglichen Bedarf. Ein Konzept, dass in Skandinavien ganz prächtig funktioniert (200 Filialen und an der Nasdaq Stockholm notiert), scheint in Deutschland nicht aufgegangen zu sein. Clas Ohlson schließt seine Pforten in Hamburg.

Ein genauer Termin für das stationäre Ende in Deutschland, steht noch nicht fest. Ziel sei es aber, die Geschäfte bis April 2019 zu schließen – dies sagte Konzernsprecher Niklas Carlsson dem „Abendblatt“. Als Grund für den Rückzug nannte er den hier gegenwärtigen Konkurrenzkampf: „In Deutschland herrscht ein sehr harter Wettbewerb. Trotz großer Anstrengungen durch unser Team waren wir nicht in der Lage, das Geschäft so zu entwickeln, wie wir gehofft hatten.“

70 Mitarbeiter in Hamburg betroffen

Die erste Filiale eröffnete das Unternehmen hierzulande am 16. Mai 2016 am Jungfernstieg, hier wo einst das traditionsreiche Streits Kino seinen Sitz hatte. Ganz feierlich und sogar mit Adligen Besuch. Knapp drei Jahre später soll nun alles vorbei sein. Von den Schließungen sind insgesamt 150 Mitarbeiter betroffen. 70 davon in Hamburg.

Clas Ohlson versteht sich als eine Mischung aus Baumarkt, Elektrogeschäft und Eisenwarenhändler mit Produkten für den täglichen Bedarf.

Hier ist/war Clas Ohlson vertreten:

    • Alstertal-Einkaufszentrum
    • Mercado Altona
    • Jungfernstieg 38
    • Spitalerstraße 32

Nicht nur in Deutschland schließt Clas Ohlson seine Filialen – auch in Großbritannien habe man in den vergangenen zehn Jahren „signifikante Verluste“ einstecken müssen. Künftig möchte sich das schwedische Unternehmen außerhalb Skandinaviens nur noch auf das Online-Geschäft konzentrieren.

Damit ist das Unternehmen nicht alleine – denn der ebenfalls aus Schweden stammende Sportartikelhändler Stadium wird aller Voraussicht nach ebenfalls schließen. Für einige Hamburger Immobilienmakler wird dies keine schlechte Nachricht sein, denn die beiden Unternehmen besitzen heiß begehrte Ladenflächen in bester Umgebung.

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Stones-Freikarten-Affäre führt Staatsrätin Elke Badde in den Ruhestand

Die große Stones-Party im Stadtpark ist lange vorbei – der Politik-Skandal um die Freikarten hingegen immer noch im vollen Gange. Jetzt wird nämlich eine der höchsten Beamtinnen ins Visier genommen: Staatsrätin Elke Badde von der SPD.

Bereits seit Ende letzten Jahres wird gegen Harald Rösler (SPD), Ex-Bezirksamtsleiter Nord, sowie 41 weitere Mitarbeiter ermittelt. Es geht um die Annahme von 100 Freikarten für ein Rolling Stones Konzert im Stadtpark. Staatsrätin Elke Badde wird nun sogar angeklagt, so teilte der Senat vergangen Montag mit: „Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat den Senat am Freitag vergangener Woche darüber informiert, dass sie im Zusammenhang mit der Vergabe von Freikarten durch das Bezirksamt Hamburg-Nord für das Konzert der Rolling Stones im Stadtpark im September 2017 Anklage gegen Frau Staatsrätin Elke Badde beim Amtsgericht Hamburg erhebt und beantragt, das Hauptverfahren zu eröffnen“.

Im gegenseitigen Einvernehmen mit Elke Badde habe der Senat die Staatsrätin am Montag in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Badde war von April 2015 bis November 2017 auch Staatsrätin für die Bezirke in der Finanzbehörde.

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Haspa erhebt Strafzinsen für zu viel Geld auf Girokonten

Die Hamburger Sparkasse hatte bereits Strafzinsen für Firmenkunden eingeführt – nun sind auch die Privatkunden dran. „Die auf Dauer angelegte Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank macht es auch für uns notwendig, für größere Guthaben von institutionellen Anlegern und Firmenkunden ein Verwahrentgelt zu nehmen“, sagte Haspa-Sprecherin Stefanie von Carlsburg der FAZ. Für die Privatkunden sollten Negativzinsen aber so lange wie möglich vermieden werden.

Bis jetzt! Denn wer als Privatkunde mehr als 500 Tausend Euro auf der hohen Kante hat, muss nun künftig Strafzinsen rechnen, wie das Abendblatt berichtet. Die Haspa will ab dem 1. September das Verwahrentgelt einführen. Betroffene Kunden sollen jährlichen 0,4 Prozent auf den Betrag zahlen, der die halbe Million Euro übersteigt. Für Firmenkunden liegt der Freibetrag jedoch bei 250.000 Euro. Dennoch heißt es vonseiten der Haspa: „Wir versuchen weiterhin, Negativzinsen für die Spareinlagen im breiten Privatkundengeschäft zu vermeiden. Dagegen stemmen wir uns für unsere Kunden bereits seit einigen Jahren.“

Denn wenn Kunden größere Mengen Bargeld auf Girokonten verwahren, kostet das die Haspa Tag für Tag sehr viel Geld. Seit Mitte 2014 müssen Banken und Sparkassen für Geldreserven, die sie auf ihren Konten bei der Europäischen Zentralbank parken, ihrerseits Strafzinsen von 0,4 Prozent zahlen. Die Haspa will noch in dieser Woche betroffene Kunden informieren und Beratungsgespräche zu alternativen Anlageformen führen.

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Akku-Ladegerät in St. Pauli explodiert – 26-Jähriger stirbt

Ein schrecklicher Unfall ereignete sich gestern im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Bei der Explosion eines Akku-Ladegeräts ist ein Mann tödlich verletzt worden.

Das teilte die Polizei am heutigen Donnerstag mit. Der Unfall geschah in einem Bürogebäude im Stadtteil St. Pauli. Eintreffende Rettungskräfte gelang es den Mann noch am Unfallort wieder zu beleben und ins Krankenhaus zu bringen. Heute allerdings erlag er seinen schweren Verletzungen. Noch ist völlig unklar, wie es zur Explosion kommen konnte und um was für ein Akku-Ladegerät es sich handelte.

Das LKA hat sich eingeschaltet und die Ermittlungen übernommen. Nach Angaben der zuständigen Feuerwehr wurde für die Augenzeugen des Unfalls das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes zur psychologischen Betreuung angefordert.

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