Hamburger vs. Berlin: Die kleinen Unterschiede

Hamburger bezeichnen ihre Stadt als „die schönste Stadt der Welt“, Berliner entgegnen dem mit den Worten „Wir sind arm aber sexy“. Fakt ist, beide Städte verfügen über wundervolle Wahrzeichen, Sehenswürdigkeiten und jede Menge Flair. Welche Großstadt nun mehr zu bieten hat kann im Grunde gar nicht beantworten, allerdings kann man die Unterschiede aufweisen.

Fangen wir erst mal mit einigen grundlegenden Unterschieden an, Berlin ist mit seiner Fläche von 891 Quadratkilometern größer als Hamburg. Auch bei den Einwohnern liegt die Hauptstadt mit 3,4 Millionen vorn, in Hamburg hingegen leben 1,7 Millionen. Durch Hamburg fließt die Elbe über 1170 Kilometern lang, in Berlin ist es die Spree mit ihren 398 Kilometern. Der Hamburger Rathausturm ist stolze 112 Meter hoch, das Rathaus in Berlin gerade mal 74 Meter.

Es lassen sich viele kleine Unterschiede finden, auch das Online-Reisebüro Expedia hat sich diesem Thema gewidmet und eine Infografik mit dem Titel „Hamburg Vs Berlin“ veröffentlicht. Ganz nach dem Motto „Hamburg und Berlin mit einer Städtereise zu besuchen lohnt sich immer, aber Besten lernt man die kleinen Unterschiede selber kennen und schätzen.

Wir hingegen widmen uns nun einem typischen Klieschee: “ In Hamburg ist immer schlechtes Wetter“. Tatsächlich ist die Niederschlagsrate in Hamburg  höher als in Berlin und vielen anderen Städten. Dennoch leben in Hamburg die zufriedensten Großstädter Deutschlands. Rund 91 Prozent der Hamburger lieben ihre Stadt, in Berlin sind es nur 85 Prozent so überzeugt von ihrer Stadt.

Vergleich der Wahrzeichen

Berlin hat das Brandenburger Tor, seit dem Mauerfall findet hier jedes Jahr die größte Silvester Party Deutschlands statt. Hamburg hingegen hat seinen „Michel“, die St. Michaeliskirche verfügt über die größte Turmuhr Deutschlands, die Ziffernblätter und ihr Durchmessen übertreffen sogar noch den Big Ben in London.

Beide Städte verfügen nicht nur über große Wahrzeichen, sondern auch über teure Baustellen. Das Prestigepobjekt „Elbhilarmonie“ in der HafenCity kostete geschätzt 800 Millionen Euro – Berlin legt noch einen oben drauf, der neue Flughafen Berlin Berlin-Brandenburg kostet rund 5 Milliarden.

„Das Leben in Berlin ist günstiger“

Um zusehen ob dieses Vorurteil stimmt, werfen wir als typische Touristen doch mal einen Blick auf etwas alltägliches, wie dem Kauf einer Fahrkarte bei den städtischen Verkehrsbetrieben. In Hamburg kostet ein Einzelfahrschein (Nahbereich) aktuell 1,90 €, in Berlin hingegen 2,40. Wenn es dann doch mal schnell und flexibel sein solle, dann ist eine Taxi genau das Richtige. Hier ist Berlin mit 1,70 € je Kilometer tatsächlich wesentlich günstiger, in Hamburg hingegen zahlt man stolze 2,20 €.

Hamburg nennt man auch das Tor zur Welt, in Berlin wird große Politik gemacht. Genug von Zahlen, Fakten und Vorurteilen – am Besten man macht sich selber einen Eindruck. Ob nun Hamburg oder in Berlin, ein Besicht lohnt sich immer und am Besten lernt man die kleinen Unterschiede selber kennen und schätzen. Entweder bei einem Alsterwasser oder eben bei einer Berliner Weisse.

 

 

Wieder Verkaufsgerüchte um die Rote Flora

Neue Verkaufsgrüchte sorgen für Aufregung um die Rote Flora, immer wieder hat Kulturinvestor Klausmartin Kretschmer (54) in den vergangen Jahren für Spekulationen um eine Veräußerung des Gebäudes in der Sternschanze gesorgt. Steht diesmal die Flora vor einem endgültigen Verkauf?

Grund für die Aufregung sorgt das Gerücht, dass Klausmartin Kretschmer das marode Gebäudes an einen Investor zu überschreiben möchte. Die „Floristen“ befürchten, dass der neue Besitzer das ehemalige Theater abreissen lässt um hier neue Wohn- und Büroflächen zu schaffen.

Rote Flora in Schwarz-WeissDiese Befürchtung sind nicht unberechtigt, denn Kretschmer möchte die Rote Flora im Stadtteil Sternschanze schon lange loswerden, in den letzen Jahren gab es immer wieder Verkaufsgerüchte. Diesmal allerdings nehmen die Linksautonomen die Hinweise äußerst ernst und trafen sich am vergangenen Donnerstagabend sogar zur Lagebesprechung.

Das Bezirksamt Altona ist momentan noch mit dem Bebauungsplan für das Gebiet beschäftigt, steht aber kurz vor der Fertigstellung und derzeit handele es sich dabei um ein Sanierungsgebiet. Nach aktuellen Stand plant der Bezirk aber für beide Optionen ein Stadtteilkulturzentrum, ein neuer Investor hätte vermutlich kaum Spielraum.

Sollte es wirklich zur Räumung der Roten Flora kommen drohen Hamburg vermutlich anhaltende Krawalle, denn die Linksautonome Insel genießt nicht nur viele Befürworter in Hamburg, sondern ist mittlerweile ein wichtiger Ort einer europaweit verzweigten Autonomenszene. Die Aktivisten der roten Flora geben sich jetzt schon kämpferisch, seit Donnerstag hängt ein Transparent mit den Worten „Wer das kaufen will, muss Stress mögen“ an der Flora, ein Zitat von CDU Kommunalpolitiker Uwe Szczesny. (Quelle: Hamburger Abendblatt)


Hamburger Speicherstadt: Eine Idylle mitten im Welthafen

Mitten in Hamburgs Freihafen liegt der größte zusammenliegende Lager-Komplex der Welt, die Hamburger Speicherstadt. Die über 100 Jahre alte Speicherstadt ist heute eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt und steht seit 1991 unter Denkmalschutz. Einzigartig macht die Speicherstadt die Tatsache, das die Lagerhallen auf Eichenpfählen erbaut sind und das ganze Viertel durchzogen ist von zahlreichen Kanälen und Brücken. Weiterlesen

Olli Schulz: Die Allzweckwaffe in Musik und Fernsehen

Viele kennen ihn nur als den Verrückten der Pro7 Unterhaltungsshow Circus Halligalli mit Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheid, dabei ist der gebürtige Hamburger Vollblutmusiker durch und durch.

Der Wahlberliner verdiente seine Brötchen lange Zeit als Roadie verschiedener nationaler und internationaler Künstler. Schon in seiner frühen Jugend schrieb er Texte und die ersten Songs entstanden, sein musikalisches Debüt gab er allerdings erst 2003 als Sänger der Indie-Rock Band Olli Schulz und der Hund Marie und dem ersten Album „Brichst du mir das Herz, brech ich dir deine Beine“.

Wie der Titel bereits vermuten lässt: Humor und Selbstironie werden bei Olli Schulz groß geschrieben, ob nun musikalisch oder im Fernsehgeschäft. Eine große Stärke von Olli Schulz ist das Erzählen von Geschichten, „Story-telling“ nennt man das Neudeutsch und das kann er  wie kaum ein Anderer: Ob nun sinnlosen Blödsinn oder gesellschaftskritisch durchdacht. Eins verbindet aber alle Songs, sie sind authentisch und erzählen aus dem wahren Leben.

„Gestatten, Charles Schulzkowsk ist mein Name“

Einen Namen machte sich Olli Schulz aber auch unter dem Pseudonym „Charles Schulzkowski“. In Anlehnung an Charles Bukowski (Dichter und Schriftsteller) macht Olli Schulz die roten Teppiche nationaler Veranstaltungen wie der Berlinale unsicher. Ausgestattet mit einem guten Glas Whiskey und einer entsprechenden Alkoholfahne nimmt er etablierte Stars und Sternchen aufs Korn. Diese Auftritte sind inzwischen legendär und vermutlich auch einer der Hauptgründe weshalb Olli Schulz zur Stammbesetzung der Fernsehsendung Circus Halligalli (ehemals NeoParadise) gehört.

Endlich wieder neue Musik

Nach dem Bruch mit Der Hund Marie steht jetzt endlich sein zweites Solo-Album in den CD-Regalen, es trägt den Namen Sos-Save Olli Schulz und der Titel regt natürlich zu Mutmaßungen an. Im Interview mit Stefan Raab verrät er, dass er seinen Plattenvertrag bei der Sony nach dem Auftritt beim „Bundesvision Songcontest“ verloren hat. Drei Platten in Folge bei drei unterschiedlichen Plattenfirmen und die Eigenfinanzierung der neuen Musik bewegten ihn zum Titel des Albums.

Save Olli SchulzZurück zur Musik – in dem aktuellen Werk verarbeitet Olli Schulz Misserfolge aus der Vergangenheit, spricht über die Veränderungen im Rock n‘ Roll und natürlich kommt die Liebe nicht zu kurz. Uns hat besonders die Mischung gefallen, die dieses Album so rund macht. Zumal besteht es aus ruhigen und nachdenklichen Songs wie Old dirty Man, dann gibt es Songs mit jeder Menge Soul wie Schrecklich schöne Welt oder auch wieder schnell und rhythmisch.

„Ein Album, das die Atmosphäre seiner Konzerte einfängt, wollte er machen“ und das ist durchaus gelungen. Wer aber die Musik von Olli Schulz bereits die letzten Jahre verfolgt hat wird schnell merken: Die Texte sind wesentlich autobiografischer geworden, dennoch ist der Musiker so unverstellt und ehrlich wie eh und je. Uns hat es Spaß gemacht die insgesamt 16 Tracks zu hören und seinen Worten zu lauschen – dieses Album verdient jede Empfehlung!