Starthilfe geben: Die Autobatterie richtig überbrücken

Starthilfe geben: Die Autobatterie richtig überbrücken

Das „klickende“ Geräusch des Anlassers nach dem Umdrehen des Zündschlüssel fürchten Autofahrer. Die an manchen Tagen eisige Kälte im Winter setzt der Autobatterie stark zu, besonders ältere Batterien geben da gerne mal den Geist auf. Wie gut dass viele Autofahrer die passenden Starthilfekabel im Kofferraum haben, fragt sich nur noch: Wie ist die richtige Reihenfolge und welches Kabel wird zuerst angeschlossen?

Hier ist Vorsicht geboten, schon der kleinste Fehler kann teure Folgen haben. Beim falschen anschließen können Schäden sowohl an der Elektrik & Elektronik als auch der Batterie selbst entstehen. Am schlimmsten ist es, wenn die Pole verwechselt werden. Aus diesem Grund möchten wir an dieser Stelle ein kleine Anleitung bieten, wie man die Autobatterie richtig überbrückt. Alles was man benötigt sind die typischen Starthilfekabel und einen hilfsbereiten Autofahrer mit laufenden Kraftfahrzeug:

10 Punkte Anleitung um Starthilfe zu geben

In modernen Automobilen ist es manchmal gar nicht so leicht die Batterie zu finden. Falls man Mercedes oder BMW fährt, sollte man einen Blick in den Kofferraum oder unter die Rückbank werfen.

Dann zunächst einmal die Zündung sowie alle Stromverbraucher bei beiden Autos ausschalten.

Mit dem roten Starthilfekabel die Pluspole der beiden Autobatterien verbinden.

Ein Ende des schwarzen Kabels am Minuspol der Spenderbatterie befestigen.

Das andere Ende des schwarzen Kabels mit einem Massepunkt des Pannenautos verbinden (z.B. ein Metallteil im Motorraum oder auch der Motorblock selbst). Ganz wichtig: Das Kabelende darf nicht direkt am Minuspol der Empfängerbatterie angeschlossen werden.

Aufpassen, dass die Kabel nicht in den Bereich des Kühlerventilators oder des Keilriemens gelangen können.

Den Motor des Spenderfahrzeugs starten.

Danach das Pannenfahrzeug starten und den Motor laufen lassen.

Vor dem Abklemmen des Minuskabels sollte am liegen gebliebenen Fahrzeug ein großer Stromverbraucher (zum Beispiel heizbare Heckscheibe oder Scheinwerfer) eingeschaltet werden. So werden Spannungsspitzen in der Bordelektrik vermieden.

Starterkabel vollständig abklemmen (erst schwarz, dann rot).

Weitere Hinweise zur Starthilfe

Es empfiehlt sich nach dem erfolgreichen Start eine möglichst lange Strecke zu fahren, damit sich der Akku wieder etwas auflädt. Falls die Starthilfe mittels Überbrückung nicht funktioniert, ist es gut möglich dass die Autobatterie vollständig den Geist aufgegeben hat und eine neue benötigt wird.

Falls der Motor nach dem Abklemmen der Kabel stehen bleibt, kann ein größerer Schaden (beispielsweise an der Lichtmaschine oder Batterie) vorliegen, der durch eine Werkstatt behoben werden muss. Starthilfekabel gibt es bereits ab 15 Euro und sollten der Norm DIN 72 553 entsprechen. Wenn man keine Starthilfekabel besitzt, bleibt die Möglichkeit die Autobatterie auszubauen und zur Tankstelle zu fahren. Viele Tankstellen haben das nötige Zubehör um die Batterie gegen ein kleines Entgeld aufzuladen.

Alternativ: Aufladen durch Batterielader

Aufladen durch Batterielader
Egal ob Auto oder Motorrad, wenn es sich um Fahrzeuge dreht die länger in der Garage stehen und nicht immer ein Spenderfahrzeug bereitsteht, dann macht unter Umständen ein Batterielader Sinn. Solche ein Batterielader gibt’s ab 25 € bei amazon! Rund 10 – 14 Stunden dauert das aufladen über die Steckdose – dann ist das Fahrzeug wieder ohne Probleme einsatzbereit. Für Jene die eine genaue Laderdauer am Batterielader berechnen wollen: Bei einer komplett entladenden Autobatterie (50 ah) bei 5 Ampere Ladestrom dauert es 10 stunden. Die einfache Formel dazu lautet 50/5. Nimmt man eine geringere Ladekapazität, beispielsweise 4 Ampere dann dauert das Laden 12,5 Stunden, die Formel lautet nun 50/4.


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