Wichtige Hamburger Stadtteile und Bezirke auf einen Blick. Informationen und Details über Altona, Bergedorf, St. Pauli, HafenCity, Sterneschanze und mehr.

HafenCity: Hamburgs neuer maritimer Stadtteil

Die HafenCity ist ein relativ junger Stadtteil im Herzen Hamburgs. Was einmal als Europas größte Baustelle galt, hat inzwischen Form und Leben angenommen.

Der Sandtorkai wurde im Jahre 1866 in Betrieb genommen und galt einst als der modernste Hafen, heute (über 100 Jahren später) ist er das Herz der neuen HafenCity. Dieser neue Stadtteil ist das beste Beispiel, wie man Vergangenheit und Moderne vereint.

Blick auf den SandtorkaiNach langer Zeit der Planung und Realisierung wurde der Hafen City Leben eingehaucht. Zahlreichen Cafés und Restaurants vor Ort laden zum verweilen und genießen ein. Die Marco-Polo Terassen bieten einen wundervollen Blick auf die Elbe, der ehemalige Sandtorkai präsentiert sich heute mit einer wunderschönen Promenade zum schlendern. Immer im Blick ist dabei das bekannteste Bauprojekt der HafenCity, die Elbphilharmonie.

Die Elbphilharmonie (abgekürzt Elphi) ist ein Konzerthaus in der HafenCity, deren gläserner Aufbau auf dem bestehenden backsteinernen „Kaispeichers A“ errichtert wurde. Beim ersten Anblick fallen gleich die unterschiedlich gewölbten Glasscheiben ins Auge –  insgesamt zählt das neue Gebäude 1096 einzelne Glaselemente, von denen zahlreiche unterschiedlich gewölbt sind, sowohl zum Sonnenschutz als auch aus gestalterischen Gründen.

Zudem ist jede der Scheiben mit einem individuellen Raster bedruckt. Nach Aussage des Architekten soll der Eindruck eines riesigen Kristalls geweckt werden, der sowohl Himmel, als auch Wasser und Stadt immer wieder anders reflektiert. Die Elbphilarmonie löst das Radisson Blu Hotel (beim CCH) als höchstes bewohntes Gebäude Hamburgs ab. Der Entwurf stammt übrigens von Schweizer Architekten Herzog & de Meuron, die auch das Olympia-Stadion in Peking planten.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der HafenCity

Der bereits mit Preisen ausgezeichnete Marco-Polo-Tower umfasst 58 Wohnungen und ist mit dem nebenliegenden Gebäude zu einem Komplex verknüpft. Seine außergewöhnliche Form und die Höhe machen den Tower zum einem Blickfang der auch auf großer Entfernung noch gut erkennbar ist.

Marco-Polo-Tower in der HafenCity HamburgSomit ist der Marco-Polo-Tower das zweite große Markenzeichen der Hamburger HafenCity, nach der Elbphilharmonie. Nur wenige Meter entfernt befindet sich das Unilever Haus dessen gläserne Fassade sofort ins Auge fällt. Das Haus gilt als innovativer Bürobau unter Berücksichtigung von Grundsätzen der nachhaltigen Architektur und ist aüßerlich im Einklang mit dem Marco-Polo Tower entstanden.

Die HafenCity umfasst insgesamt zwölf unterschiedliche Quartiere, auch wenn dem neuen Hamburger Stadtteil langsam Leben eingehaucht wurde sind die Bauarbeiten noch bis 2025 geplant. Die Innenstadt wird dann um 40 % erweitert sein und die Bevölkerungszahl nahezu verdoppelt. Im Hintergrund der HafenCity stehen die Türme der großen Stadtkirchen und die Speicherstadt liegt nur einen Steinwurf entfernt.

Die Hamburger HafenCity ist sowohl ein architektonischer als auch kultureller Leckerbissen den man sich nicht entgehen lassen sollte wenn man in der Hansestadt zu Besuch ist. Damit unsere Leser bereits vorab einen authentischen Einblick gewinnen können, haben wir uns die Zeit genommen und den Alltag der HafenCity im Video festgehalten.

Viele Wege führen in die Hamburger HafenCity

Der maritime Pracht Stadtteil liegt in unmittelbarer Nähe zur Hamburger Innenstadt und sowohl zur Fuß, mit dem Auto also auch ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Am Besten nutzt man die Linie U4 mit dem Ziel „Überseequartier„, dann landet man direkt im Stadtleben. Wenn man vom Hauptbahnhof aus startet, ist es erforderlich die U1 bzw. U2 Richtung Jungfernstieg zu fahren und dort umzusteigen. Alternativ kann man ab Hauptbahnhof auch die U1 nutzen und bis zur U-Bahnstation „Meßberg“ fahren, von dort aus sind es nur noch wenige Minuten zu Fuß. Ansonsten empfiehlt es sich die Fahrpläne der HVV vorab zu studieren oder ein Blick auf die Karte zu werfen.

Stadtteil Hamburg Bergedorf im Blickpunkt

Der Stadtteil Bergedorf, mit seiner historischen Altstadt und maritimen Flair grenzt unmittelbar an die Landesgrenze von Schleswig-Holstein. Wer nun denkt, es sei eine kleine Weltreise entfernt darf beruhigt sein: Bergedorf ist nur 20 Kilometer vom Stadtzentrum Hamburg entfernt und mit der S-Bahn ab Hauptbahnhof erreicht man Bergedorf in rund 20 Minuten.

Für Besucher bietet Bergedorf all das was Norddeutschland so attraktiv macht: Eine historische Altstadt mit Flair, das einzige Schloss Hamburgs, die einzige Sternwarte Hamburgs und sogar einen eigenen kleinen Stadthafen mit vielen Kanälen und naturnahen Gewässern und Wiesen. An Sehenswürdigkeiten mangelt es Bergedorf also nicht, und obwohl inzwischen rund 100.000 Menschen in Hamburg-Bergedorf wohnhaft sind und sich einiges in den letzten zwei Jahrzehten verändert hat, ist es Bergedorf gelungen das einstige Stadtbild zu erhalten.

Bergedorfer Schloss: Wahrzeichen des Stadtteils

Das Bergedorfer Schloss ist das Wahrzeichen Bergedorfs und das einzige Schloss Hamburgs. Das Schloss wurde von 1589 bis 1661 erbaut, heute befindet sich darin das Museum für Bergedorf und die Vierlande sowie ein kleines aber feines Cafe.

Bergedorfer Schloss in Hamburg

Der Schlosspark selbst bietet Besuchern die Möglichkeit sich eine Auszeit zu gönnen und nahe am Wasser zurelaxen. Leben und Trubel findet in der Fußgängerzone „Sachsentor“ statt, hier trifft alt auf neu: Neben alten Fachwerkhäusern und Cafes finden sich hier auch bekannte Kaufhäuser und Boutiquen.

Bergedorf verbindet Tradition und Moderne und ist immer einen Besuch wert. Vielleicht sieht man sich schon bald bei einem Konzert im Kulturzentrum „Lola“ oder einem gemütlichen Jazzabend im Suhrhof.

St. Pauli Hamburgs berühmtester Stadtteil

St. Pauli ist berühmt und berüchtigt, zum einen natürlich durch die sündige Meile (Reeperbahn) sowohl durch den Kultfussballverein FC St.Pauli. Aber der Stadtteil erfreut sich auch auf Grund seiner Vielfalt und guten Infrastruktur großer Beliebtheit. Weiterlesen

Stadtteil Sternschanze – vom Schmuddelort zum Szeneviertel

In den letzten Jahren hat sich der Stadtteil Sternschanze zu einem beliebten Szeneviertel entwickelt. Auch auf Grund der zentralen Lage ist die Schanze für viele eine attraktive Wohngegend.

Das Leben spielt sich vor allem in der Schanzenstraße und am Schulterblatt ab. Hier reiht sich ein Lokal neben dem Anderen – dementsprechend ist auch die Stimmung und der Besucherandrang an Wochenenden und Feiertagen. Viele Partygänger schätzen die besondere Atmosphäre des Stadtteils abseits der Reeperbahn. Der Stadtteil grenzt an St. Pauli, Rotherbaum, Eimsbüttel, Altona-Nord und Altona-Altstadt. Der Name des Stadtteils leitet sich von der 1682 entstandenen Verteidigungsanlage ab, die den gleichen Name trug.

Stadtteil Sternschanze - vom Schmuddelort zum Szeneviertel

Vom Schmuddelort zum Szeneviertel

Früher war die Sternschanze ein heruntergekommenes Altbauviertel und ein Sammelbecken für die Alternativszene, erst in den letzten 10 Jahren hat es sich zu einem angesagten Szene- und Ausgehviertel entwickelt.

Kein anderer Stadtteil bietet heute derartig viele Szene-Bars, Kneipen, Restaurants und ausgefallene Boutiquen. Aber auch für Werbeagenturen, Modedesigner und Filmproduktionsfirmen ist die Sternschanze interessant geworden. Nicht zuletzt wegen seiner alternativen Kultur und dem Multi-Kulti Kosmus. Das ist vielen Anwohnern und Viertel-Sympathisanten allerdings ein Dorn im Auge, durch die Nachfrage finanzkräftiger Mieter steigen die Wohnungsmieten an und das sozial schwächere Bevölkerungsklientel wird verdrängt. Mittlerweile ist das Schanzenviertel bei vielen als überteuertes Yuppie-Sammelbecken in Verruf geraten, das spiegelt sich auch auf vielen Hauswänden in Schrift wieder.

Rote Flora - ein besetzes Haus in der Sternschanze

Die Schanze polarisiert, keine Frage! Aber sie bringt Leute zusammen und erfindet sich stets neu! Wenn man über die Sternschanze schreibt, darf die Rote Flora (ehm. Theatergebäude) nicht unerwähnt bleiben. Mit der „Roten Flora“ hat hier neben der Hafenstraße, das letzte verbliebende Hausbesetzungsprojekt der Stadt Hamburg überdauert.

Spaziergang durch die Sternschanze

Der Schanzenpark und seine Grünflächen ist ein beliebter Naherholungsort: Perfekt zum joggen, spazieren gehen und entspannen. Im Schanzenpark gibt es auch einen Spielplatz für die kleinen Besucher und das „Café SternChance“ lädt zu einem Snack ein, hier finden aber auch Konzerte und Vorlesungen statt. Sehr empfehlenswert ist auch der Antikflohmarkt – einmal die Woche kann bei der Flohschanze rund um die Alte Rinderschlachthalle stöbern. Am Besten gönnt man sich jedoch zuvor ein ausgewogenes Frühstück am Schulterblatt – das kulinarische Angebot ist vielfältig und preisgünstig. Ob nun bei Frank & Frei oder Omas Apotheke: Kaffee satt gibt es hier fast überall.

Das Schanzenviertel ist ein Viertel der Gegensätze und absolut spannend – hier gibt es immer etwas zu entdecken. Am Besten erreicht man die Sternschanze mit der S-Bahn ab Hauptbahnhof, entweder die S21 Richtung Elbgaustraße oder S31 nach Altona. Die Fahrt dauert nur rund 8 Minuten. Spätestens wenn man den großen Schanzenturm sichtet (ehemals größte Wasserturm Europas) hat man den Hamburger Stadtteil gefunden.

Ottensen Stadtteil im Bezirk Altona

In Ottensen leben circa 32.000 Menschen und trotz der hohen Einwohnerdichte besitzt der Stadtteil viele Grünflächen. Ottensen ist besonders attraktiv weil es so zentral liegt, der Stadtteil ist umgeben Othmarschen, Bahrenfeld und Altona.

Das erste mal urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1310 stammt, damals trug das Viertel noch den Namen Ottenhusen. Gerüchten zufolge stammt der Name Ottensen von dem Ritter „Otto von Bahren“ und Ottenhusen war die Bezeichnung für den Ort an dem sein Hof lag: „Wo Otto huste“ (bzw. hauste).

Flair von Ottensen (ehm. Ottenhusen) in Hamburg

Der besondere Flair von Ottensen

Ottensen hat viel zu bieten, das besondere Flair, die vielen Ausgehmöglichkeiten und die unmittelbare Nähe zur Elbe machen Ottensen besonders. So zieht der Hamburger Stadtteil auch prominente Menschen als Wohnort an, u.a. Fatih Akin, Peter Lohmeyer oder Jan Delay.

Es gibt viele kleine Läden, Restaurants, Szenebars und Kneipen die teilweise bis in die frühen Morgenstunden geöffnet haben. Für die typischen Gastronomie im Stadtteil steht beispielsweise „Der Seeteufel“ (eine urige Seemannskneipe) oder „Zur Traube“ (eine urige Weinstube und Restaurant). Hier sollte man unbedingt man vorbeischauen wenn zu Gast im Hamburger Stadtteil ist. Der Elbstrand in Oevelgönne und die Parkanlagen drumherum bietet eine ideale Möglichkeit zum entspannen und relaxen! Hier im Bild der Stuhlmannbrunnen und die Grünanlage unweit des Altonaer Rathaus. Der Altonaer Balkon, von dem sich der Hafen ganz wundervoll beobachten lässt, ist somit auch gleich um die Ecke.

Stuhlmannbrunnen unweit vom Altonaer Rathaus

Märkte, Musikveranstaltungen und Museen

Ottensen hat auch kulturell einies auf Lager: Märkte, Musikveranstaltungen, Lesungen, Filmforführungen und vieles mehr. Abgerundet wird das Ganze durch das Altonaer Museum und das Altonaer Theater ganz in der Nähe. Den schönen Stadtteil Ottensen erreicht man am Besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, denn Parkplätze sind hier Mangelware. Das verwinkelte Straßennetz kann Autofahrer hier schon mal schnell zur Verzweiflung treiben. Ab Hauptbahnhof nutzt man am Besten die S3 oder S31 nach Altona, von dort aus ist es nur noch ein kleiner Spaziergang.

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