Schmuck Ahoi: Trends im hohen Norden

Schmuck Ahoi: Trends im hohen Norden

Wer am Hamburger Rathaus vorbei geht und gerade ein verliebtes Pärchen sieht, das sich soeben das Ja-Wort gegeben hat, kommt vielleicht auf die Idee, seinem Liebsten oder seiner Liebsten einen Heiratsantrag zu machen. Der Weg zum nächsten Juweliergeschäft ist zum Glück nicht weit.

Vom Rathaus ein paar Straßen weiter kommt man in die Mönckebergstraße. Dort gibt es verschiedene Juweliergeschäfte. Dazu gehört als eine der ersten Adressen am Platz die Niederlassung des Juweliergeschäfts Wempe. Der Betrieb blickt auf eine 135-jährige Firmengeschichte und zählt zu den ältesten Unternehmen in Deutschland.

Armbänder aus dem Norden

Das Armband ist bereits aus dem frühen Mittelalter bekannt. Im Norden von Deutschland trugen die Frauen und Männer goldene Armreifen über den Kleiderärmeln. Mitte des 16. Jahrhundert hatte das Armband seine Hochsaison. Es war mit Perlen, Edelsteinen und anderen Juwelen reich verziert. Danach verschwand der Armreif aus der Mode, bis er in der Epoche der Romantik erneut auftauchte.

Wer sich in der Hamburger Szene bewegt wird feststellen, dass viele Frauen schmückende Armbänder tragen. Sie sind typisch für die Hansestadt Hamburg und für waschechte Hanseatinnen, die vorzugsweise in traditionsreichen Juweliergeschäften beispielsweise Wempe einkaufen. Hier finden sie Armbänder in allen Formen und Farben und passend zu jedem Outfit – ein edles Accessoire, das in der aktuellen Mode 2015 ein Must-have ist.

Ohrringe nordischer Art

Frühgeschichtliche Funde zeigen, dass die Ohrringe über ein lange Zeit von Frauen, Kindern und Männern getragen wurden. Die Männer trugen Ohrringe vor allem als Kriegstracht. Der Halbmond war als Kriegsmotiv besonders häufig anzutreffen. Im Mittelalter trug man im Norden filigran verzierten Ohrschmuck, der in der späteren Renaissance mit edlen Steinen und großen Perlen bestückt war. Ab dem 18. Jahrhundert kamen Ohrringe mit großen Brillanten in Mode und auch pendelförmige Ohrgehänge, die sich spielerisch bewegten, waren in dieser Zeit sehr beliebt.

Heute tragen Frauen gerne große, fast schon klobige Ohrringe. Doch Hanseatinnen setzen auf Understatement und bevorzugen dezenten Schmuck. Die modische, angesagte Variante, die auf den Laufstegen berühmter Designer und in allen Fashion-Metropolen der Welt zu sehen sind, sind derzeit die so genannten Singel-Ohrringe. Dabei handelt es sich um einen einzelnen Ohrring – möglichst groß und auffällig -, das zweite Ohr bleibt schmucklos. Die zurückhaltende Interpretation der Damen im hohen Norden besteht aus einzelnen Creolen oder filigranen Ohrgehängen.

Der Ring damals und heute

Der Fingerring gehört zu den ältesten Schmuckstücken der Welt. Er wird sogar in Schriften aus vorchristlicher Zeit erwähnt. Damals nutzte er vor allem als Erkennungsmerkmal für ein bestimmtes Amt. So trug zum Beispiel der Bürgermeister einen Siegelring mit dem Wappen der Stadt, Grafen oder Fürsten trugen Ringe mit ihrem Familienemblem. Genutzt wurde der Siegelring, um Dokumente im wahrsten Sinne des Wortes zu besiegeln. Weitere wissenswerte Details zum Siegelring sind in diesem Beitrag zu finden.

Edler Schmuck aus der Hansestadt Hamburg

Im Mittelalter trugen Frauen, Männer und Kinder gleichermaßen einen oder mehrere Ringe. Den Ring als Symbol der Ehe gab es schon in der Antike. Auch die alten Ägypter und Römer trugen einen Trauring am Ringfinger. Im Norden waren in dieser Zeit vor allem Ringe mit einem glatten Schmuckstein beliebt. Erst ab dem 17. Jahrhundert verwandelte sich der schlichte Ehering zu einem Schmuckstück mit verzierten und figural geschnittenen Steinen. Im 18. Jahrhundert trug man Ringe mit Miniaturportraits, die von Brillanten oder Strasssteinen umgeben waren.

Heute tragen Frauen in Hamburg und anderswo Ringe mit verschiedenen Steinen und Fassungen aus Weißgold, Gelbgold oder Roségold. Der Stein ist meistens ein Farbstein, der hellblau, braun, grün, rosa oder pink sein kann. Was die Trauringe angeht, sind die Hamburger eher klassisch. Die meisten Eheringe, die Juweliere in der Hansestadt verkaufen, sind zeitlos. Im Kommen sind allerdings sogenannte Twin-Sets. Das sind Ringe, bei denen über dem klassischen Ehering ein exklusiver Vorsteck-Ring getragen wird. Der darf gerne auffällig sein.

Hamburger Schmuck fasziniert

Schmuck ist zeitlos und fasziniert. Menschen tragen ihn zur Zierde, zum Ausdruck der eigenen Persönlichkeit oder um den gesellschaftlichen Status hervorzuheben. Der Geldbeutel und der Anlass entscheiden, welches Schmuckstück es sein soll.

Ob der Ring, der Armreif oder der Ohrring aus hochwertigen Edelmetallen besteht oder Modeschmuck ist, spielt im Endeffekt keine Rolle. Es ist die Geste, die zählt. Schmuck kann zu allen gesellschaftlichen Veranstaltungen und im Alltag getragen werden. Er ist ein hübsches Accessoire, das nicht nur die Hamburger zu schätzen wissen. Sie tragen gerne und selbstbewusst Juwelen und Schmuckstücke, die aus der Hansestadt stammen.

Quellen: Bild 1: pixabay © durugby2005 | Bild 2: pixabay © Andy_Graf (CC0 Public Domain)


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