Neue Dampfer für Hamburg: Hanseaten rauchen jetzt elektrisch

Neue Dampfer für Hamburg: Hanseaten rauchen jetzt elektrisch

Statt mit handgerollten kubanischen Zigarren sieht man Panikrocker Udo Lindenberg jetzt nur noch mit E-Zigarette durch Hamburg flanieren. Neben gesundheitlichen Gründen dürfte vielleicht auch der Feuerwehrgroßeinsatz im „Seehotel“ am Timmendorfer Strand ein Grund sein, warum Udo nun in das Lager der Dampfer (so die Bezeichnung der E-Zigaretten-Raucher) hinübergewechselt ist.

Das ist in der Hansestadt nicht der einzige Hinweis auf ein vermehrtes Vorkommen der elektronischen Glimmstängel. Aber was bringt der Wechsel von Rauch auf Dampf wirklich?

Was man über E-Zigaretten wissen sollte

E-Zigaretten können Jugendlichen und Erwachsenen unter den richtigen Gegebenheiten bei der Rauchentwöhnung helfen. Außerdem gilt der Dampf der elektronischen Zigaretten als wesentlich weniger schädlich als der Rauch von Zigaretten, Zigarillos und Zigarren. Die Geräte verdampfen ein sogenanntes (meist aromatisiertes) Liquid an einer Heizspirale beziehungsweise an einem Zerstäuber.

Der Dampf macht sich vor allem in geschlossenen Räumen viel besser als der dunkle, nikotinhaltige Qualm eines herkömmlichen Glimmstängels. Zu dieser Erkenntnis ist anscheinend auch Hamburgs Vorzeige-Altrocker Udo Lindenberg gekommen, der nach einem von Bühnen- und Zigarrenrauch verursachten Großeinsatz der örtlichen Feuerwehr am Timmendorfer Strand nur noch mit E-Zigarette gesichtet wird.

MrSmoke in der Fuhlsbüttler Straße 138Zudem finden die Hamburger elektronische Zigaretten neuerdings auch im Shop von MrSmoke in der Fuhlsbüttler Straße 138 in Hamburg Barmbek-Nord. Die Hansestadt gehört überhaupt zu den Städten, in denen immer mehr Dampfer und entsprechende Spezialläden vorkommen. Darüber hinaus zählt die elektrische Zigarette in Hamburg (wie übrigens auch in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt) nicht zu Tabakprodukten, wodurch auch das Nichtraucherschutzgesetz, das beispielsweise das Rauchen in Restaurants verbietet, für E-Zigaretten nicht greift. Und obwohl Helmut Schmidt in seinem Häuschen in Langenhorn mit Sicherheit immer noch Kette raucht, kommt die Zigarette in Hamburg langsam aus der Mode. Glücklicherweise vor allem bei den jungen Leuten.

Jugendliche sollten wenn möglich weder zur Tabakzigarette noch zur E-Variante greifen. Aktuellen Statistiken zufolge tun sie das in Hamburg und in vielen anderen Regionen Deutschlands auch immer seltener: Lag der Anteil rauchender Jugendlicher zwischen 12 und 17 Jahren im Jahr 2001 noch bei bedenklichen 28 Prozent, waren es im vorletzten Jahr nur noch 12 Prozent, also weniger als die Hälfte. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) sieht vor allem in den Nichtraucherschutzgesetzen und dem Wandel der Jugendkultur diesen Rückgang begründet.

Bild 1: © istock.com/mauro_grigollo Bild 2: © MrSmoke

 


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