Hamburger Polizei will Möglichkeiten von „Precobs“ prüfen

Hamburger Polizei will Möglichkeiten von „Precobs“ prüfen

Für manche mag es vielleicht ein bisschen nach Science-Fiction klingen, aber mithilfe einer Computer-Software namens „Precobs“ (bestehend aus verschiedenen Algorithmen) weiß die Polizei, wo als nächstes eingebrochen wird. In den USA setzt die Polizei bereits seit einigen Jahren mit Erfolg auf diese neue Software, nun reist eine Hamburger Delegation nach Chicago, um sich „Precobs“ genauer anzusehen.

Nicht nur das Wetter, auch die Kriminalität kann inzwischen vorhergesagt werden. Das Computer-Programm „Precobs“ (Pre-Crime-Observation-System) soll Straftaten analysieren und dokumentieren, um so zukünftige Verbrechen verhindern zu können. Die Bundesländer Bayern und Nordrhein-Westfalen experimentieren bereits seit Monaten die Möglichkeiten des sogenannten Predictive Policing. Berlin, Baden-Württemberg und Brandenburg wollen ebenfalls die Chancen ausloten. Und jetzt will sich auch die Polizei Hamburg mit der vorausschauenden Polizeiarbeit via „Precogs“ auseinandersetzen.

Hamburg will bei Verbrecherjagd von Chicago lernen

Laut Informationen der „Welt“ reisen Polizeipräsident Ralf Martin Meyer und Innensenator Michael Neumann diesen Sommer nach Chicago um sich selbst davon zu überzeugen, wie unter anderem moderne IT-Software helfen kann, den Verbrechern einen Schritt voraus zu sein.

Kein schlechter Zeitpunkt, denn zuletzt stieg die Zahl der Einbrücke in Hamburg um satte 8,2 Prozent auf insgesamt 7490 Taten. Mehrere Offensiven gegen diese Entwicklung zeigten bislang kaum spürbare Wirkung. Da kommt eine Software wie Precops, die diese Zahlen effektiv drücken könnte, zur rechten Zeit ─ bleibt die Frage, wie ein solches System auf Hamburg übertragbar ist ohne unseren Datenschutz zu gefährden.

Quelle: „Polizei will bei Verbrecherjagd von Chicago lernen“ (via Welt.de)


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